Catanzaro: tränen, ambitionen und die suche nach dem neuen trainer!
Pietro Iemmello, Kapitän von Catanzaro, kämpft mit der bitteren Realität des verpassten Aufstiegs. Nach der schmerzhaften Niederlage im Finale gegen Monza steht er nun vor einer Weggabelung: Karriereende oder ein neuer Angriff auf die Serie A? Seine emotionalen Tränen sprechen Bände – und zeigen die tiefe Verbundenheit mit dem Verein und seinen Fans.
Die wunden des finales: ein kapitän spricht offen
Die Enttäuschung ist greifbar. Iemmello, der in seiner Karriere bereits 33 Serie-A-Spiele bestritt und dabei 7 Tore erzielte, sprach offen über die Momente nach dem Spiel. "Ich wollte aufhören," gestand er. "Das Gefühl der Leere war überwältigend." Doch der unbändige Wille, mit Catanzaro in die höchste Spielklasse aufzusteigen, treibt ihn an. Er weiß, dass die Reise noch nicht zu Ende ist.

Die "maglia 6 unica": eine hommage an die fans
Die Verbundenheit zu den Fans von Catanzaro ist Iemmello ein besonderes Anliegen. Er sieht sich in ihnen gespiegelt, erinnert sich an seine eigene Kindheit, als er mit seinem Großvater unzählige Spiele in der Curva verfolgte. "Es ist eine besondere Emotion, für sie zu spielen und ihnen diese Gefühle zu schenken," erklärt der Kapitän. Die "Maglia 6 Unica", einst von Francesco Totti seiner Frau Ilary Blasi gewidmet, ist für Iemmello ein Symbol für diese besondere Beziehung.
Die vergangene Saison war geprägt von drei Playoff-Kämpfen mit jeweils unterschiedlichen Trainern. Besonders die Zusammenarbeit mit Alberto Aquilani, der ihm eine neue Rolle zuwies und sein Potenzial voll ausschöpfte, war von Erfolg gekrönt. "Er hat mir das Vertrauen geschenkt und mich in eine Position gebracht, in der ich mich wohlfühlen konnte," so Iemmello.

Die suche nach aquilani's nachfolger: polito gibt die richtung vor
Nach dem Abschied von Aquilani gilt es nun, einen würdigen Nachfolger zu finden. Sportdirektor Polito spielt dabei eine entscheidende Rolle. "Er gibt mir Halt und die Kraft, weiterzumachen," betont Iemmello. Die Suche konzentriert sich auf einen Trainer, der Aquilani's Fußballphilosophie fortführt und die Stärken des Teams weiterentwickelt. Die Mannschaft erwartet einen Nachfolger, der den bereits etablierten Spielstil beibehält.
Die Jugendförderung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Talente wie Cisse und Liberali werden von Iemmello als vielversprechend eingeschätzt. "Sie haben das Potenzial, in der Serie A zu brillieren, wenn ihnen die Chance gegeben wird." Er hofft, dass der italienische Fußball mehr auf junge Spieler setzt, wie es im Ausland üblich ist. Favasuli könnte sogar in Madrid spielen – das ist seine Einschätzung.
Catanzaro hat eine Tradition, zwei Konstanten: Pietro Iemmello im Angriff und Präsident Floriano Noto. "Ich kenne ihn seit fast 25 Jahren. Er hat eine klare Vision und strukturiert den Verein kontinuierlich weiter. Das gibt uns allen Hoffnung und Vertrauen."
Die Serie B hat sich in der letzten Saison verändert, mit mutigen Teams wie Venezia, Frosinone und Juve Stabia, die einen attraktiven und offensiven Fußball spielten. Iemmello glaubt, dass diese Entwicklung sich fortsetzen wird, auch wenn die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Vereinen weiterhin eine Herausforderung darstellen. „Ich suche diesen Fußball, der mich begeistert. Mit Trainern wie De Zerbi habe ich mich immer am wohlsten gefühlt.“

Der weg zu 100 toren: ein persönliches ziel
Iemmello fehlen noch 21 Tore, um die magische 100-Tore-Marke für Catanzaro zu erreichen. "Das ist ein Ziel, das ich mir gesetzt habe. Wenn es in dieser Saison nicht klappt, dann eben in der nächsten!"
