Castrillo: der triumph nach langer suche – und die tour-ambitionen!
- Die last der erwartungen und die demut des rennens
- Ein blick nach vorne: tour de france und die ambitionen castrillos
- Mehr als nur kraft: die entwicklung eines fahrers
- Die verantwortung und die illusion im movistar-team
- Die zukunft des radsports und die schattenseiten
- Kann castrillo die vuelta-leistungen wiederholen?
- Der traum vom gelben trikot
- Das tour-ziel: eine etappe gewinnen
Pablo Castrillo trägt die Euphorie des gestrigen Sieges förmlich mit sich. Die Stimme, die Pausen, die vorsichtige Freude – alles verrät einen Mann, der eine lange Reise hinter sich hat. Endlich der erste Erfolg mit Movistar im eigenen Land, ein Moment, der so lange herbeigesehnt wurde, wie er wichtig ist.
Die last der erwartungen und die demut des rennens
„Es bedeutet sehr viel, sehr viel“, gestand Castrillo sichtlich bewegt. „Ich muss das alles erst einmal verarbeiten. So viele Emotionen… Hier, zu Hause, mit Movistar, nach dieser langen Suche…“ Er zollte seiner Familie die Ehre, denjenigen, die ihn immer unterstützt haben. Die Last der hohen Erwartungen, die nach seinem starken Auftritt bei der Vuelta auferlegt wurden, hatte ihn im vergangenen Jahr schwer belastet. „Es gab Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob es überhaupt klappen wird.“ Doch er hat gelernt, den Fokus zu bewahren, den Alltag zu leben und sich nicht von der Jagd nach dem Sieg blenden zu lassen. „Das hat mir geholfen, mich zu befreien.“

Ein blick nach vorne: tour de france und die ambitionen castrillos
Und nun richtet sich sein Blick auf die Tour de France. „Ich fühle mich gut, wirklich gut“, betonte er. „Es wird ein hartes Rennen, mit vielen starken Fahrern. Aber wir haben ein gutes Team, gute Möglichkeiten. Ich möchte um den Sieg kämpfen.“ Dabei scheint er seine Stärken, die immer wieder von Experten gelobt werden – seine unglaubliche Kraft, sein „Motor“ und seine Fähigkeiten im Einzelzeitfahren – voll auszuschöpfen. „Ich habe mich im Zeitfahren stetig verbessert, und Movistar hat mir dabei sehr geholfen“, erklärte er. Die Zusammenarbeit mit Iván Velasco und seinem Trainer, Alexis Gandía, hat Früchte getragen.

Mehr als nur kraft: die entwicklung eines fahrers
Castrillo ist mehr als nur ein Mann mit enormer Kraft. Er hat gelernt, mit dem Druck umzugehen, mit den Vergleichen zu den großen Namen des Radsports. „Man konzentriert sich auf sich selbst, versucht, jeden Tag besser zu werden.“ Das Radfahren ist unberechenbar, es fordert und belohnt. „Es gibt Monate, in denen alles läuft, und andere, in denen man verletzt ist oder schlechte Zeiten durchmacht.“
Die verantwortung und die illusion im movistar-team
Im Movistar-Team, einem der traditionsreichsten und erfolgreichsten spanischen Teams, liegt eine große Verantwortung. „Als spanisches Team, das einzige im Tour de France, wird man natürlich stärker kritisiert.“ Aber Castrillo schätzt die Atmosphäre im Team: „Es ist immer inspirierend, weil man nie unter Druck gesetzt wird, sondern immer Vertrauen bekommt. Diese Ruhe hat mir geholfen, Ergebnisse zu erzielen.“
Die zukunft des radsports und die schattenseiten
Die Unsicherheit über die Zukunft des Teams, die möglichen Sponsorenprobleme, werfen einen Schatten auf die Euphorie. „Darüber denken wir nicht viel. Wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit, auf die Vorbereitung auf die Tour.“ Kern Pharma, das ehemalige Team vieler Fahrer, befindet sich ebenfalls in schwierigen Zeiten. „Das ist leider ein Problem, das den Radsport immer wieder beschäftigt.“
Kann castrillo die vuelta-leistungen wiederholen?
Die Frage, ob er seine beeindruckenden Leistungen von der Vuelta wiederholen kann, bleibt offen. „Es gibt Möglichkeiten, aber ich denke von Tag zu Tag, suche nach Chancen. Man lernt jeden Tag dazu und weiß nie, wo der nächste Sieg herkommt.“
Der traum vom gelben trikot
Castrillo blickt nach vorne: „Ich habe noch viele Jahre vor mir. Wer weiß, vielleicht kämpfe ich eines Tages um die Gesamtwertung einer großen Rundfahrt.“ Aber im Moment sieht er sich als „Fahrer für Etappen“.
Das tour-ziel: eine etappe gewinnen
Bei der Tour de France träumt er von einem Etappensieg. „Ich fühle mich gut, ich hoffe, ich kann eine Etappe gewinnen. Es ist ein Traum, der in Erfüllung gehen soll.“ Besonders die ersten zwei Wochen bieten gute Chancen für einen Erfolg. Und während Cian seine Chancen im Kampf um die Gesamtwertung nutzen soll, wird Castrillo seine eigenen Möglichkeiten suchen.
„Der Aufstieg von Blasi im spanischen Radsport ist fantastisch. Wer weiß, vielleicht gewinnt eine Spanierin eine große Rundfahrt, bevor ein spanischer Mann es schafft.“
Die extremen Temperaturen und die damit verbundenen Herausforderungen werden ein Thema bei der Tour sein. „Es ist immer schwierig, einen Kompromiss zwischen den optimalen Zeiten und den Wünschen der Fernsehsender zu finden. Aber es muss eine Lösung geben, beispielsweise für die Tour de España, wo die Startzeiten aufgrund der Hitze gefährlich sind.“
Und schließlich die Frage nach Pogacar: „Ich kann dazu nicht viel sagen. Er ist der Beste seiner Generation. Es ist schwer, ihn zu stoppen. Man wartet auf den Moment, in dem er angreift, und versucht dann, zu überleben.“
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