Casar-foul: duisburg-mittelfeldspieler für drei spiele gesperrt!
Der Revierderby-Sonntag zwischen Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg ging in die Geschichte ein – und das nicht nur wegen des knappen 1:0-Sieges der Essener. Ein unsportliches Verhalten von Aljaz Casar sorgte für eine umstrittene Rote Karte und nun auch für eine dreiwöchige Sperre.
Die eskalation im derby
In der 73. Minute des Spiels ließ sich der slowenische Mittelfeldspieler Casar von Emotionen überwältigen und leistete Franci Bouebari von Rot-Weiss Essen eine klare Tätlichkeit. Schiedsrichter Sören Storks zögerte nicht und schickte den Duisburger sofort vom Platz. Trainer Dietmar Hirsch äußerte sich nach dem Spiel bei MagentaSport kritisch: „Das geht eigentlich gar nicht. Im Derby muss man ein bisschen cooler sein und darf sich nicht zu sowas hinreißen lassen.“
Ein bitterer Rückschlag für den MSV – und das obwohl die Zebras in Unterzahl überraschend gut ins Spiel kamen und in der Schlussphase sogar noch den Ausgleich verpasst hätten. Die siebte Auswärtsniederlage der Saison verdeutlicht die angespannte Lage im Aufstiegsrennen.

Das dfb-sportgericht fällt das urteil
Das DFB-Sportgericht folgte der Einschätzung des Schiedsrichters und sperrte Casar für drei Spiele „wegen einer Tätlichkeit in einem leichteren Fall“. Damit verpasst der Winterneuzugang vom Dynamo Dresden wichtige Partien. Zunächst fehlt er im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer VfL Osnabrück am Dienstag, ebenso am Samstag beim SV Waldhof Mannheim und am 18. April gegen die TSG Hoffenheim II. Leon Müller könnte in Casars Abwesenheit die Rolle im zentralen Mittelfeld übernehmen.
Die Situation ist für den MSV Duisburg angesichts des engen Aufstiegsrennens alles andere als ideal. Mit drei Punkten Rückstand auf Cottbus und vier auf Essen steht der Verein vor einer sportlichen Herausforderung. Die Frage ist: Kann das Team die Abwesenheit des wichtigen Mittelfeldspielers kompensieren und den Aufstiegswunsch dennoch verwirklichen?
