Carreño kehrt zurück: triumph in paris trotz schwerer verletzungen

Pablo Carreño hat bewiesen, dass man sich immer wieder aufrappeln kann. Der Spanier, der vor wenigen Wochen noch aufgrund einer Schulterverletzung den Sprung ins Viertelfinale von Valencia verpasste, steht nun überraschend in Roland Garros in der Runde der letzten 16. Ein Comeback, das seinesgleichen sucht und die Tenniswelt überrascht.

Ein steiniger weg zurück in die erfolgsspur

Ein steiniger weg zurück in die erfolgsspur

Nur zwei Wochen, nachdem er in Valencia aussichtslos aufgeben musste – „Ich hatte Flüssigkeit im Schultergelenk und konnte den Schläger nicht halten“, so Carreño – präsentiert sich der 34-Jährige in Paris in beeindruckender Form. Es ist bereits seine vierte Teilnahme an der vierten Runde bei einem Grand-Slam-Turnier, die erste seit 2021, als er dem jungen Stefanos Tsitsipas knapp unterlag.

Carreño, der sein Match gegen Thiago Tirante in drei Sätzen (7-6(0), 7-5, 3-6, 6-4) nach exakt drei Stunden und 33 Minuten gewann, scheint die zahlreichen Rückschläge der letzten Zeit hinter sich gelassen zu haben. Der Argentinier Tirante hatte zuvor selbst einige Überraschungen angerichtet, indem er sowohl Pablo Llamas als auch Alejandro Davidovich ausgeschaltet hatte.

Ein Umbruch im Team und im Training Was steckt hinter diesem Wiederaufstieg? Ein wesentlicher Faktor ist zweifellos der Wechsel im Betreuerstab. Nach einer Zeit bei der Ferrero Tennis Academy in Villena hat sich Carreño nun dem TEC von Carles Ferrer Salat verschrieben. Weg von Samuel López, dem aktuellen Coach von Carlos Alcaraz, hin zu Víctor López Morón und Edu Esteve. Dieser Wechsel, gepaart mit einem Umzug nach Madrid im Februar, wo er unter der Leitung von Konditionstrainer Vicente Calvo an seiner Fitness arbeitet, scheint Früchte zu tragen. Calvo, der bereits die Karrieren von Pato Clavet, Fernando Verdasco und Feliciano López verlängerte, erklärt: „Wir haben einen präventiven Ansatz gewählt und seine Muskelbasis gestärkt. Zwei Mal pro Woche Krafttraining, zwei Mal Beweglichkeitstraining.“

Carreños Karriere war stets von Verletzungen überschattet. Neben der kürzlich überstandenen Schulteroperation musste er sich bereits 2014 einer Operation wegen einer Bandscheibenvorfall unterziehen. Nun, nach dieser bemerkenswerten Leistung in Paris, klettert er von Platz 89 in der Weltrangliste auf den 67. Rang, nur 835 Punkte hinter dem Kroaten Dino Prizmic.

Das nächste Hindernis ist der Gewinner des Duells zwischen Rafa Jódar und Alex Michelsen. Doch nach dem, was wir bisher gesehen haben, darf man Carreño durchaus zutrauen, auch diesen Gegner zu bezwingen. Seine Entschlossenheit und sein Kampfgeist sind zurück. Und das ist mehr wert als jede Statistik.