Carla tejedo schlägt ein wie eine bombe: fünfter platz beim lpga-debüt

24 Jahre, null LPGA-Erfahrung – und dann direkt vorne mitspielen. Carla Tejedo aus Castellón hat beim Fortinet Founders Cup nicht einfach nur ihr Debüt gefeiert, sie hat die Titelfavoritinnen gejagt und als Geteilter Fünfter abgeschlossen. Sechs Schläge hinter der Südkoreanerin Hyo Joo Kim, einen vor Weltstar Nelly Korda. Noch nie zuvor schaffte eine Spanierin einen Einstieg in die Golf-Elite mit einem derart lauten Knall.

Vier runden, vier mal unter par – und keine nerven

70-69-69-70 – diese Zahlen lesen sich wie ein Lehrbuch für „Coolness unter Druck“. Dabei war die Aufregung riesig. Ihre Eltern waren extra aus Spanien angereist, um ihr Debüt live zu erleben. „Meine Eltern hier zu haben, bedeutet mir alles“, sagte Tejedo nach der Finalrunde. „Ich habe nichts Besonderes gemacht, einfach nur mein Spiel gespielt – und auf einmal war ich da, wo ich immer hinwollte.“

Die Vorbereitung zahlte sich aus. In der Winterpause hatte die 24-Jährige an Stabilität und Präzision gearbeitet, nachdem sie 2023 auf dem Epson Tour mit Rang 14 schon geklopft hatte. Der Belohnung folgt nun die nächste Einladung: Dank Top-10-Platzierung fällt für sie die Qualifikation in Phoenix aus – sie ist direkt für das Ford Championship dieser Woche qualifiziert.

Conditonal status? egal – sie nimmt, was sie kriegen kann

Conditonal status? egal – sie nimmt, was sie kriegen kann

Tejedos LPGA-Karte ist noch auf Probe. Viele Turniere stehen offen, manche wiederum nicht. „Ich weiß nicht, was die nächsten Wochen bringen, aber ich nehme jede Runde mit“, sagt sie. „Selbst wenn es nur für eine Woche ist – ich werde sie auskosten.“

Ihre Vita liest sich ohnehin wie ein Endlos-Aufwärmprogramm: 2022 gewann sie die Universitäten-Weltmeisterschaft, 2024 schaffte sie den Sprung ins All-American-Team der NCAA mit Louisiana State. Jahrzehntelang trug sie zudem das spanische Nationaltrikot der RFEG. Die Basis ist gelegt, der Durchbruch läuft.

Fun-Fakt für die Statistik-Fans: Mit dem fünften Platz sammelte Tejedo so viele FedEx-Cup-Punkte wie manche Spielerinnen im halben Jahr. Die nächste Startliste wird sie nicht mehr im Epson-Bereich finden, sondern ganz vorne im LPGA-System. Ihr Plan: „Weitermachen, bis die bedingte Karte zur festen wird.“

Die Golfwelt hat eine neue Europäerin im Fokus – und die scheint Nerven aus Stahl zu haben.