Carapaz steigt aus: giro d’italia verliert weiteren star!
Schock für die Fans des Giro d’Italia: Richard Carapaz, der Triumphator von 2019 und Dritter der letzten Austragung, steht vorzeitig aus dem Rennen. Eine komplizierte Operation zur Entfernung einer perinealen Zyste in Ecuador hat seinen Comeback verlängert – und die Hoffnung auf eine erneute Glanzleistung am italienischen Klassiker zunichte gemacht.

Ein rückschlag für carapaz und das team ef education-easypost
Die Entscheidung, Carapaz aus dem Giro zu nehmen, ist alles andere als eine Überraschung, dennoch schlägt sie hart zu. Nach den bereits bekannten Absagen von João Almeida und Mikel Landa muss das Team EF Education-EasyPost nun ohne einen seiner aussichtsreichsten Kandidaten in die Rennen gehen. Der ecuadorianische Olympia-Sieger selbst drückt seine Enttäuschung offen aus: „Es ist eine große Enttäuschung. Der Giro ist ein Rennen, das mir immer viel bedeutet hat, und ich habe mich sehr darauf gefreut.“
Die Ursache für das vorzeitige Aus liegt in den unerwartet langen Heilungszeiten nach der Operation. Wie Jon Greenwell, der ärztliche Leiter von EF Education-EasyPost, erklärt, hätten die Zeitfenster für eine optimale Vorbereitung auf den Giro schlichtweg gefehlt. „Es wäre unverantwortlich gewesen, ihn in diesem Zustand anzutreten zu lassen“, so Greenwell. Stattdessen soll Carapaz nun seine Kräfte für das prestigeträchtigste aller Etappenrennen, die Tour de France, bündeln.
Doch was bedeutet dieser Ausfall für das Gesamtgeschehen des Giro? Mit Carapaz verliert das Rennen nicht nur einen erfahrenen Anfahrer, sondern auch eine der spannendsten Persönlichkeiten. Sein aggressiver Fahrstil und seine beeindruckende körperliche Stärke haben die Fans in den vergangenen Jahren immer wieder begeistert. Nun bleibt abzuwarten, welche Fahrer in der Lage sein werden, die entstandene Lücke zu füllen und um den Gesamtsieg zu kämpfen.
Die Enttäuschung ist bei Carapaz nicht zu übersehen. „Jedes Mal, wenn ich am Giro teilnehme, ist es ein besonderer Moment“, so der 29-Jährige. „Mich in dieser Situation zu befinden, ist frustrierend, denn ich habe viel Zeit und Energie investiert. Aber letztlich muss ich auf meine Gesundheit achten und weitermachen.“
Während Carapaz nun den Blick nach vorne richtet und sich auf die Tour de France konzentriert, bleibt für die Zuschauer des Giro d’Italia ein bitterer Nachgeschmack. Ein Rennen ohne Richard Carapaz wird zweifellos an Spannung und Dramatik verlieren.
