Cádiz und ontiveros: eine toxische beziehung steht vor dem aus

Der Absturz von Javier Ontiveros beim Cádiz CF ist perfekt. Was einst als vielversprechende Verpflichtung begann, droht nun in einer unfassbaren Zerreißprobe zu enden. Der marbellí-Geborene, einst Hoffnungsträger im Angriff, ist zum Gespött des Clubs geworden – ein Fall, der in der Welt des Profifußballs selten daumendrücken lässt.

Ein schatten seiner selbst: ontiveros

Ein schatten seiner selbst: ontiveros' leistung lässt zu wünschen übrig

Die Enttäuschung in Cádiz ist groß. Nicht nur sein mangelndes Leistungsniveau, sondern auch sein körperlicher Zustand und seine Einstellung haben das Vertrauen des Klubs nachhaltig erschüttert. Er kam in der Vorbereitung völlig außer Form, und diese Entwicklung setzte sich unaufhaltsam fort. Die Erinnerung an seine starke Saison in der Segunda División wirkt wie ein ferner Traum. Seine Einsatzzeit ist minimal, seine Torquote miserabel – weit entfernt von dem, was man von einem Spieler mit seiner vermeintlichen Qualität erwarten darf.

Ein wesentlicher Faktor ist seine fehlende Konstanz im Training und im Mannschaftsgefüge. Der ehemalige Trainer Gaizka Garitano brachte seine Frustration öffentlich zum Ausdruck: „Wir versuchen seit einiger Zeit, ihn in Form zu bringen, aber es gelingt uns nicht.“ Er stellte sich hinter den Spieler, betonte aber, dass es Grenzen habe, wie lange man eine solche Situation ertragen könne. Juan Cala, Koordinator der sportlichen Leitung, bestätigte kurz darauf, dass Ontiveros die geforderten Leistungsstandards nicht erfüllt.

Doch die sportlichen Probleme sind nur die Spitze des Eisbergs. Ein nächtlicher Ausflug mit weiteren Spielern nach einer demütigenden Niederlage gegen Málaga sorgte für zusätzlichen Zündstoff. Ein Bild, das weder im Vorstand noch bei den Fans gut ankam und zu einem Disziplinarverfahren führte. Es offenbarte ein Klima der Verantwortungslosigkeit, das schwerwiegende Folgen hat.

Das eigentliche Problem scheint jedoch tiefer zu liegen. Aus Vereinskreisen wird nun verraten, dass Ontiveros bereits seit seiner Zeit beim Villarreal an einer Verletzung im Fußgelenk laboriert und trotz dieser Beschwerden gespielt hat. Eine Operation, die nun unausweichlich ist, wird ihm den Rest der Saison kosten. Ob diese Verletzung tatsächlich der Hauptgrund für seine schwache Leistung war, wird bestritten. Sein Umfeld besteht darauf, dass er sich stets voll und ganz dem Verein verschrieben habe – trotz der Schmerzen.

Nun steht Ontiveros vor einer Operation und einer ungewissen Zukunft in Cádiz. Obwohl er noch bis 2028 Vertrag hat, scheint eine vorzeitige Trennung wahrscheinlicher denn je. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann die toxische Beziehung zwischen dem Verein und dem Spieler endgültig beendet wird.