Cade cunningham fällt aus – pistons drohen playoff-träume zu platzen

Detroit zittert. Cade Cunningham, Motor der überraschenden Eastern-Conference-Spitze, wird nach einem Lungenkollaps mehrere Wochen fehlen – und damit womöglich die komplette restliche Regular Season. Die Verletzung war zunächst ein harmloser Rückenschlag, fünf Minuten nach dem Tip-off gegen Washington ging der 22-Jährige raus, heute bestätigte das Team das Aus.

Die diagnose, die detroit kalt lässt

Ein „spontaner Pneumothorax“, so nennen Ärzte den Zusammenbruch des rechten Lungenflügels. Kein Schlag, kein Kontakt, einfach Luft im Brustkorb – und plötzlich atmet ein All-Star-Kandidat wie durch ein kaputtes Rohr. Die Zeitachse bleibt vage: „Mehrere Wochen“ ist alles, was die Pistons herausgeben. Intern redet man von drei bis sechs, plus Aufbautraining. Das reicht locker bis Mitte April – genau dann beginnt die Postseason.

Cunningham hat 61 von 65 nötigen Spielen absolviert. Fällt er in zwei der letzten 14 Partien aus, rutscht er unter die MVP-Threshold. 24,5 Punkte, 9,9 Assists, 48/41/86 Prozent – diese Zahlen dürften dann nur noch in Excel-Tabellen glänzen.

Ohne stewart und ohne cade – detroit muss neu starten

Ohne stewart und ohne cade – detroit muss neu starten

Trainer J.B. Bickerstaff hat gerade genügend Spieler, um ein Fünf-aus-Tempo-System zu fahren, aber keinen, der die halbe Zone lesen kann wie Cunningham. Jaden Ivey übernimmt das Notepad, Marcus Sasser kriegt plötzlich 25 Minuten, Killian Hayes‘ Telefon klingelt. Die Offensive rutschte in den letzten zwei Tagen von 118 auf 104 Punkte pro 100 Ballbesitz – ein Beinbruch in der engsten Top-Three-Jagd der Conference.

Boston, drei Siege dahinter, hat Jayson Tatum wieder auf dem Parkett. Milwaukee schielt auf Platz zwei. Die Pistons haben noch Back-to-Backs gegen Knicks und Celtics – ohne ihren Anführer wirkt das Playoff-Heimrecht plötzlich so stabil wie ein Kartenhaus im Wind.

Die Front Office hält die Karten dicht. Kein Trade, kein 10-Day-Deal, nur das stille Mantra: „Wir glauben an die Gruppe.“ Die Frage ist nur, wie lange die Gruppe ohne ihren Herzschlag durchhält.

Detroit kann noch Geschichte schreiben – aber die Geschichte droht, sich ohne ihren Protagonisten zu drehen.