Bvb zieht reißleine: 20-millionen-kalkulation für 16-jährigen ad absurdum geführt
Kennet Eichhorn ist 16 und hat noch kein Pflichtspiel in der Bundesliga absolviert – trotzdem fordert Hertha BSC laut Sport BILD genau die Summe, für die Borussia Dortmund zuletzt Joane Gadou aus Salzburg holte. Die Rechnung geht für die Westfalen nicht auf.
Warum der bvb nein sagt, obwohl das geld da ist
Die Geschäftsführung um Lars Ricken und Ole Book hat intern klargestellt: Die 9 Mio Euro Ablöse sind vertretbar, die zusätzlichen 10 Mio Euro „Handgeld“ für Spieler- und Beraterseite sind es nicht. „Wer sich fußballisch bei uns weiterentwickeln will, ist herzlich willkommen. Wer nur das Maximum kassieren will, sucht sich besser einen anderen Klub“, heißt es in der Geschäftsstelle. Die Härte zeigt Wirkung – Liverpool und Bayer Leverkusen liebäugeln trotzdem.
Der FC Liverpool, einstige Wirkungsstätte von TrainerJürgen Klopp, hat bereits einen Leih-Klub für Eichhorn ins Auge gefasst. Das englische Budget spielt lockerer als das deutsche, doch ein Wechsel auf die Insel ist vor seinem 18. Geburtstag ausländerrechtlich unmöglich. Bayer Leverkusen wiederum signalisiert Bereitschaft zum vollen 20-Millionen-Paket und bleibt damit letzter ernsthafter Konkurrent.

Hertha bsc sitzt auf dem pulverfass
Der Hauptstadtklub hat eine dilemmatische Position: Mit jedem Tag, den Eichhorn nicht verlängert, sinkt die Verhandlungsmacht. Die Ausstiegsklausel ist fix, die Nebenkosten explodieren. Borussia Dortmund nutzt die Lage als Exempel – und zeigt der restlichen Liga, dass „handlungsfähig“ eben auch bedeutet: wir legen die Preise, nicht ihr.
Die Botschaft ist angekommen. Die 20 Millionen bleiben in Dortmund stehen – und Eichhorn muss sich entscheiden, ob er mit 16 schon das Maximum einstreicht oder mit 18 das nächste deutsche Mittelfeld-Genie wird.
