Burruchaga: messi kann geschichte schreiben!

Los Angeles – Jorge Burruchaga, der Mann, der Argentinien 1986 zum WM-Titel schoss, ist sich sicher: Lionel Messi und seine Mannschaft haben das Potenzial, Geschichte zu schreiben. Während sein Sohn Román bei Wimbledon sein Debüt gibt, kommentiert der ehemalige Stürmer die WM-Vorbereitungen live aus den USA und blickt voller Zuversicht auf die Leistungen des argentinischen Teams.

Die magische atmosphäre kehrt zurück

„Es herrscht eine ähnliche Atmosphäre wie 2022 um die Mannschaft, besonders um Messi“, schwärmt Burruchaga. „Drei Jahre lang wurde diskutiert, ob er überhaupt an der WM teilnehmen würde. Jetzt wirkt er wie ein 20-jähriger, voller Enthusiasmus und Energie.“ Seine Entscheidung, in Miami zu spielen, sei klug gewesen. Dort könne er besser leben, mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und weniger Stress aushalten – alles Faktoren, die seine Leistung positiv beeinflussen.

Burruchaga erinnert sich an die schwierigen Zeiten, in denen ihn der Anblick seines entscheidenden Treffers bei der WM 1986 half, weiterzumachen. „Ich hoffe, Messi und die Jungs machen es sogar noch besser als wir“, betont er.

Kann argentinien ohne messi bestehen?

Kann argentinien ohne messi bestehen?

„Ja, durchaus. Wir haben es in der Copa América-Final gegen Kolumbien gesehen, als Messi ausschied, und auch in den Qualifikationsspielen. Die Mannschaft unterstützt Messi jetzt auf die richtige Weise, viel mehr als in der Vergangenheit. 2022 gab es Soldaten, die bereit waren, alles für das Team zu tun, und das gibt es auch heute noch.“ Der ehemalige Weltmeister sieht Argentinien neben Frankreich als Favorit für den Titel, wenn auch etwas hinter der spanischen Auswahl.

Ein Vergleich mit Maradona? „Dieser ewige Vergleich nervt mich. Es sind völlig unterschiedliche Epochen. Pelé mit Maradona zu vergleichen war schwierig, genauso wie Maradona mit Messi. Das Fußballspiel hat sich geändert, die Regeln, die Art zu spielen. Messi ist so einzigartig, dass er aus dieser Logik herausbricht. Die beiden besten Fußballspieler der letzten 50 Jahre sind Argentinier – das sollten wir uns einfach mal merken.“

Auch die Frage nach dem Duell zwischen Lautaro Martínez und Julián Álvarez beantwortet Burruchaga: „Lautaro lebt von Toren. Er ist ein Torjäger im Strafraum. Julian ist anders, er bewegt sich über das gesamte Feld, kreiert Räume. Sie stehen sich nicht im Weg, sondern können sich gegenseitig helfen.“

Und schließlich die Frage, warum sein Sohn Román, ein talentierter Tennisspieler, dem Fußball den Rücken gekehrt hat: „Er hat als Kind beides gespielt und musste sich dann entscheiden. Ich bin stolz auf ihn, er hat es bis in die Top 100 der Weltrangliste geschafft. Das ist ein großer Erfolg, und jetzt kommt der schwierigste Teil: dort zu bleiben.“

Die WM-Saison verspricht Spannung und Dramatik. Ob Argentinien den Titel verteidigen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Mit Lionel Messi im Team ist alles möglich.