Zverevs wimbledon-comeback: humor und selbstironie nach hartem kampf
Alexander Zverev hat sich nach seinem knappen Sieg gegen Alexander Blockx in Wimbledon in eine humorvolle Auseinandersetzung mit der deutschen Presse begeben. Der Hamburger schien überrascht vom spärlichen Besuch der Pressekonferenz und fragte sich, ob die Aufmerksamkeit stattdessen dem desaströsen WM-Aus der Nationalmannschaft galt – eine Beobachtung, die aber durch das spektakuläre Comeback von Serena Williams zusätzlich unterstrichen wurde.

Zverev: „ich spiele generell besser tennis als im vorjahr“
Der Sieg gegen Blockx war alles andere als ein Selbstläufer. Nach verlorenem zweiten Satz und zwei engen Tiebreaks im dritten und vierten Satz zeigte sich Zverev dennoch zufrieden. „Ich glaube, dass ich generell dieses Jahr besser Tennis spiele als letztes Jahr“, betonte er. Zwar spürte er keinen „großen Unterschied“ zu seinen früheren Wimbledon-Auftritten, doch das primäre Ziel bleibt bestehen: „Ich möchte meine Matches immer noch gewinnen, möchte meine Arbeit zu 100 Prozent machen und mir die beste Chance geben.“
Die Vergleiche mit den vermeintlich stärkeren Gegnern, die erst im späteren Verlauf des Turniers auf ihn treffen könnten, wie Jannik Sinner oder Novak Djokovic, verdrängt Zverev vorerst. Er konzentriert sich auf die unmittelbare Aufgabe und die Schritte, die er unternehmen muss, um überhaupt erst zu diesen Duellen zu gelangen. Seine bisherige Bilanz in Wimbledon lässt hierin eine gewisse Realität erkennen. Die schwierigen Momente fallen ihm in dieser Saison jedoch „etwas leichter“, wie er zugab, was ihm Hoffnung auf einen längeren Turnierverlauf gibt.
Auch seine laufende Nase, ein bekanntes Ärgernis auf Rasen, nahm Zverev mit Humor: „Nichts Tödliches, ich werde es überleben.“ Das Wimbledon-Abenteuer soll weitergehen, und der nächste Gegner, Valentin Royer, steht bereits fest. „Er ist jemand, der die große Bühne relativ gerne hat“, antizipierte Zverev und kündigte an, sich bestmöglich vorzubereiten, um ein „gutes Match“ zu spielen.
Serena Williams’ Comeback mag für Schlagzeilen gesorgt haben, doch Alexander Zverev hat mit seinem selbstironischen Auftreten und seiner fokussierten Zielstrebigkeit gezeigt, dass er bereit ist, sich in Wimbledon durchzusetzen. Die Rasen-Saison ist noch jung, und Zverev scheint entschlossen, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und seine Titelträume wahr werden zu lassen.
