Schande in mexiko: homophobe parolen erneut im wm-stadion!
Ein erneuter Eklat überschattete das WM-Achtelfinale zwischen Mexiko und Ecuador. Während der Partie wurden erneut diskriminierende Parolen von mexikanischen Fans gesungen, die die FIFA bereits mehrfach verwarnt hat. Der Vorfall wirft ein schlechtes Licht auf den Ruf des mexikanischen Fußballs und sorgt für Entsetzen.

Torwart galíndez im visier des hass-mobs
Besonders perfide war die Ausrichtung des beleidigenden Rufs „Eh Puto“ gegen Ecuadors Torhüter Hernán Galíndez. Bereits bei seinen Abstößen, so berichtete die mexikanische Tageszeitung EL Universal, wurde der in Teilen Südamerikas als abwertende Bezeichnung für homosexuelle Männer wahrgenommene Begriff mehrfach gehört. Die ersten Rufe sollen schon in der sechsten Minute zu vernehmen gewesen sein, bis zur 30. Minute kamen mindestens drei weitere Vorfälle hinzu.
Die FIFA hat in der Vergangenheit bereits Konsequenzen gezogen. 2018, beim Spiel zwischen Mexiko und Deutschland, wurde Manuel Neuer ebenfalls Ziel solcher Anfeindungen. Damals verhängte der Weltverband eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken gegen den mexikanischen Fußballverband. Die Debatte über die genaue Bedeutung und den Grad der Homophobie des Ausdrucks hält an, doch die Wirkung auf die betroffenen Spieler und die Gesamtwahrnehmung des Sports ist unbestreitbar negativ.
Es ist erschütternd zu sehen, dass sich solch primitives Verhalten wiederholt. Die Freude am Spiel, die Teamkameradschaft und die Leidenschaft, die den Fußball ausmachen, werden durch diese Aktionen aufs Äußerste getrübt. Es ist nicht hinnehmbar, dass Sportveranstaltungen in eine Bühne für Hass und Diskriminierung verwandelt werden. Die mexikanischen Behörden und der Verband müssen jetzt handeln und sicherstellen, dass solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr vorkommen.
Die Frage ist, wie lange die FIFA noch zuschauen wird, bevor härtere Strafen verhängt werden. Eine Geldstrafe scheint angesichts der wiederholten Verstöße nicht mehr ausreichend zu sein. Die Glaubwürdigkeit des Weltverbandes steht auf dem Spiel. Denn eines ist klar: Fußball verbindet – solange nicht ein kleiner, aber lauter Mob dieses Ideal mit Hass und Vorurteilen zerstört.
