Burkardt packt aus: nagelsmann schrieb ihm persönlich – wm-traum lebt
Jonathan Burkardt hat es ausgesprochen. Der Stürmer von Mainz 05 erhielt eine WhatsApp von Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Im Dezember hat er mir geschrieben, mir gute Genesung und frohe Weihnachten gewünscht“, sagt der 25-Jährige der Bild. Die Nachricht war mehr als ein Standard-Gruß – sie war ein Lebenszeichen aus dem DFB-Lager.
Burkardt war monatelang wegen einer Wadenverletzung außer Gefecht. Sein letztes Länderspiel datiert vom 11. Oktober 2023, ein Kurzeinsatz in Belfast. Seitdem: nichts. Keine Einladung, kein Tor, keine Spur. Bis jetzt.
Comeback mit knalleffekt – und direkt ein signal
Am 26. Februar ging’s los. Bayern gegen Mainz. Burkardt steht nach 63 Minuten auf dem Rasen, schießt per Elfmeter das 2:3. Sekunden später klingelt das Handy wieder – diesmal bei Co-Trainer Benjamin Hübner: „Freue mich über dein Comeback.“ Die DFB-Staff vergisst ihn nicht. Das ist keine Geste, das ist Taktik. Nagelsmann sucht für die WM 2026 Optionen jenseits der etablierten Namen. Burkardt passt ins Profil: tief starten, schnell in die Tiefe, defensiv diszipliniert.
Die Statistik ist gnadenlos: fünf Länderspiele, null Tore, null Vorlagen. Dennoch: Er war in der Quali dabei, er kenns das System. Und er ist hungrig. „Das ist schon ein sehr großer Traum“, sagt er über die WM, „aber es geht immer noch größer. Zum Beispiel ein Tor für Deutschland zu schießen oder Weltmeister zu werden.“

Mainz steht hinten – burkardt will nach vorn
Der Klub schwankt im Tabellenkeller. Die Tore fehlen, die Nerven liegen blank. Genau dort kommt Burkardt ins Spiel. Er ist kein klassischer Knipser, aber er erzeugt Räume, die Kollegen nutzen können. Und er läuft. Unaufhörlich. Sein Sprintwert von 35,2 km/h in der Rückrunde gehört zur Spitze der Liga. Nagelsmann liebt Daten – und diese Zahl steht in seinem Excel-Sheet.
Die Entscheidung fällt 2025. In den Testspielen gegen Italien und die Niederlande will Burkardt sich empfehlen. Gelingt der Durchbruch, fliegt er mit nach Nordamerika. Scheitert er, bleibt der Traum ein Traum. Aber eins ist klar: Die Nachricht von Nagelsmann war kein Zufall. Sie war eine Einladung. Jetzt muss Burkardt antworten – auf dem Platz.
