Bundesliga-endspurt: wer kämpft um cl und wer stürzt ab?
Die Bundesliga-Saison erreicht ihren dramatischen Höhepunkt. Während Bayern München die Meisterschaft bereits in greifbarer Nähe hat, entbrennt ein erbitterter Kampf um die begehrten internationalen Plätze und der verzweifelte Ringen um den Klassenerhalt. Die letzten Spieltage versprechen Spannung pur – und werfen Fragen auf, die über den weiteren Verlauf der Liga entscheiden werden.
Bayern münchen: ein formeller akt, aber nicht ohne
Für den FC Bayern München steht der 35. Meistertitel kaum noch in Frage. Die verbleibenden Gegner – darunter die vier Mannschaften des Tabellenkellers – scheinen kaum Widerstand leisten zu können. Allein die Tatsache, dass Bayern in dieser Saison regelmäßig gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte Punkte liegen ließ, zeigt, dass auch der Rekordmeister nicht unbesiegbar ist. Ein Blick auf das Restprogramm lässt jedoch kaum Zweifel: Sieben Siege würden den Punkterekord aus der Saison 2012/13 knacken – ein beachtliches Statement.

Stuttgart vor der bewährungsprobe: königsklasse kein selbstläufer
Das Restprogramm des VfB Stuttgart ist hingegen alles andere als rosig. Neben dem Ausflug in die Allianz Arena gegen Bayern München warten zahlreiche Duelle mit direkten Konkurrenten um die Champions-League-Plätze. Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt – die kommenden Gegner sind alles andere als leichte Gegner. Die aktuelle Form der Konkurrenz deutet an, dass der Einzug in die Königsklasse für die Schwaben ein hartes Stück Arbeit wird. Deniz Undav wird sich hier besonders beweisen müssen, um die Ambitionen des VfB zu untermauern.
53 Punkte hat der VfB in den vergangenen fünf Spieltagen gesammelt – nur die Hoffenheimer Gegner konnten mehr punkten. Das zeigt, wie eng der Kampf um die internationalen Plätze wird.

Wolfsburg und heidenheim: hoffnungsschimmer oder abstiegskampf?
Für die Kellerkinder Heidenheim und Wolfsburg sieht die Lage düster aus. Nicht nur die Tabelle selbst, sondern auch der Blick auf die Form der verbleibenden Gegner lässt wenig auf eine Rettung hoffen. Während Heidenheim die Hoffnung auf den Klassenerhalt bereits fast aufgegeben hat, ist der Drei-Punkte-Rückstand der Wölfe auf den Relegationsplatz noch keine aussichtslose Mission. Die Erinnerung an den starken Hinrunden-Ausklang könnte den VfL beflügeln. Zehn Zähler holte Wolfsburg zwischen dem 11. und 17. Spieltag – sollten sie diese Form wiederfinden, ist der Klassenerhalt durchaus möglich.
Aber auch der 1. FC Köln und Werder Bremen müssen sich deutlich steigern. Die Kölner holten in der Schlussphase der Hinrunde nur drei Punkte, die Bremer lediglich einen. Die Verpflichtung neuer Trainer – Daniel Thioune bei Werder und René Wagner bei Köln – soll frischen Wind in die Teams bringen. Ob sie als Retter gefeiert werden oder doch Dieter Hecking am Ende den Abstiegskampf bestreiten muss, wird sich am 25. Mai zeigen.
Die Bundesliga-Saison 2023/24 steht also vor einem explosiven Finale. Wer die Nerven behält und die entscheidenden Punkte holt, entscheidet über Erfolg und Misserfolg – und über die Zukunft der Vereine.
