Bremer sv kassiert 90.+8 das 2:3 und bleibt auf dem teppich

Im Gras liegen, die Hände vors Gesicht schlagen – das Bild des Tages auf dem Panzenberg. Der Bremer SV hatte Tabellen-Zweit-Drochtersen/Assel zweimal in Bedrängnis gebracht, zweimal die Führung verspielt, und dann klingelte es in der 97. Minute zum dritten Mal im Bremer Kasten.

Die Niederlage schmeckt doppelt bitter, weil sie den ersten Heim-Rückschlag seit November bedeutet und Trainer Ralf Voigt die Meisterfrage nun vollends aus der Hand nehmen dürfte.

Justin gröger trifft nach 240 sekunden – doch die antwort folgt prompt

5. Minute: Gröger nagelt das Leder aus 18 Metern in den linken Winkel, 1:0, die Holztribüne tobt. Sechs Minuten später verpasst Dennis Rosin mit einem strammen Schuss ins lange Eck den Ausgleich. Die Partie ist noch jung, das Tempo schon atemberaubend.

23. Minute: Leon Gino Schmidt nutzt einen abgewehrten Freistoß, drückt aus fünf Metern nach – 2:1, erneut Führung Bremer SV. Doch der Regionalliga-Primus schüttelt sich, wechselt doppelt, stellt auf Dreierkette um und drückt die Gastgeber in deren Sechzehner.

Haris hyseni gleicht per kopfball – dann kommt die achte minute der verlängerung

Haris hyseni gleicht per kopfball – dann kommt die achte minute der verlängerung

68. Minute: Standard, Flanke, Hyseni, 2:2. Die Waller wirken plötzlich müde, Voigt wechselt Frische für Laufpässe, doch Drochtersen bleibt am Drücker. In der Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Patrick Klaas erneut einen Freistoß – und diesmal landet der Ball bei Miguel Fernandes. Direktabnahme, unten links, keine Chance für Keeper Lukas Raeder.

Die Gäste feiern wie nach einem Finale, die Hausherren sinken auf den Rasen – Ergebnis: 2:3, erste Pleite 2026, siebter Tabellenplatz, nun fünf Punkte Rückstand auf die Aufstiegsränge.

Voigts abschiedssaison bekommt einen riss – fanszene brodelt

Voigts abschiedssaison bekommt einen riss – fanszene brodelt

Die Niederlage wirft Fragen auf. Voigt hatte angekündigt, im Sommer auszuschwenken; nun muss er erklären, warum seine Mannschaft in der Schlussphase den Stecker zieht. Die Ultra-Gruppe „Waller-Jungs“ forderte zuletzt personelle Konsequenzen – der Co-Trainer-Streit schwappt aufs Feld. Am Druck wird das nicht spürbarer werden.

Statistik, schmerzhaft: In den letzten drei Heimspielen kassierte der BSV sieben Gegentore nach der 75. Minute. Wer so spät noch schläft, darf sich nicht wundern, wenn der Traum vom Aufstieg im letzten Sekundenbruchteil zerfetzt wird.