Brandt verlässt bvb: ricken bestätigt sommer-aus nach 298 spielen
Julian Brandt wird Borussia Dortmund nach dieser Saison verlassen. Das bestätigte Geschäftsführer Lars Ricken am Samstagabend nach dem 2:1 in Köln gegenüber Sky. Nach sieben Jahren, 298 Pflichtspielen und 56 Toren endet das Kapitel Brandt im Sommer 2025 – ohne Ablöse.
Was hinter der trennung steckt
Die Trennung war absehbar. Die Verhandlungen verliefen nicht störungsfrei, wie Sportchef Ricken einräumte: „Es hat offene Gespräche gegeben, nach denen wir uns einig waren, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird.“ Der 28-Jährige war 2019 für 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen gekommen, avancierte zum Leistungsträger, blieb aber in dieser Saison mit nur zwei Vorlagen hinter den Erwartungen.
Brandt selbst schwieg nach dem Spiel. Er verließ die Kabine, ohne mit Medien zu sprechen. Teamkollegen wollten den Vorfall nicht kommentieren, doch die Stimmung im Bus schlug laut Augenzeugen um. Ein Spieler sagte nur: „Er war Teil unserer DNA, das wird weh tun.“

Wer rückt nach?
Die sportliche Leitung muss nun ran. Mit Jamie Gittens, Karim Adeyemi und Gio Reyna stehen zwar Ersatzleute bereit, doch keiner bietet Brandts clevere Ballverteilung zwischen den Linien. Die Scout-Abteilung hat bereits ein Liste mit drei Namen – darunter ein Bundesliga-Profi, dessen Vertrag 2026 endet. Die Ablöse soll unter 20 Millionen Euro liegen, um die Kasse nicht zu belasten.
Die Fans reagieren gemischt. Auf Twitter trendete „#DankeJulian“ – doch auch Kritik war laut: „Er war brillant, aber nicht konstant genug für ein Topteam.“ Die nächsten Wochen werden zeigen, ob BVB-Boss Hans-Joachim Watzke den Abgang als Chance oder als personelles Loch betrachtet.
Für Brandt beginnt ein neues Kapitel. Klubs aus Spanien und der Premier League sollen bereits angeklopft haben. Die Trennung ist besiegelt – das Erbe bei Borussia Dortmund bleibt ein Patchwork aus Glanz und Frust.
