Braathen rast kranjska gora und stellt odermatt auf probe
Lucas Pinheiro Braathen schießt mit einer atemberaubenden Aufholjagd den Riesenslalom in Kranjska Gora. Marco Odermatt, der Gigant, bleibt außerhalb des Podestes – und die kleine Kristallkugel rutscht ihm weg.
Die 54 hundertstel, die alles verändern
Der Brasilianer legt sich die blaue Startnummer 13 wie ein Cape um und jagt durch die Podgorska-Steilwand. 0,54 Sekunden trennen ihn am Ende von Loic Meillard. Stefan Brennsteiner wird Dritter, Odermatt nur Fünfter. Die Kugel liegt noch in Reichweite – 48 Punkte Vorsprung vor Lillehammer.
Anton Grammel ist der heimliche Held des Tages. Platz 8 bedeutet seine erste Weltcup-Top-Ten-Platzierung überhaupt. Der 26-Jährige aus Berchtesgaden schraubt sich mit 13 Hundertstel Vorsprung auf Fabian Gratz vom 17. auf den achten Rang. Jonas Stockinger wird 13., Alexander Schmid fliegt nach Durchgang eins raus – ein Tag mit zwei Gesichtern für den DSV.

Der countdown läuft – nur 25 dürfen nach norwegen
Ende März in Lillehammer treffen sich die Besten der Besten. Die Regel ist gnadenlos: nur die Top 25 der Riesenslalom-Wertung starten beim Finale. Grammel steht jetzt auf Rang 21 und darf fahren. Gratz liegt 24., Stockinger 18. Die deutsche Farbe ist gesichert – mehr als erwartet.
Braathen selbst wirkt nach dem Rennen wie entladen. „Ich wollte nur Gas geben und sehen, was passiert“, sagt er ins Mikrofon. Die Antwort: ein Sieg, der den Saisonendspurt entfesselt. Odermatt muss in Norwegen gewinnen, sonst droht der erste Verlust der kleinen Kugel seit 2022.
