Borussia mönchengladbach: bringt der trainerwechsel wirklich etwas?

Der trainerwechsel bei borussia mönchengladbach – eine analyse

Die Situation bei Borussia Mönchengladbach ist besorgniserregend. Seit sechs Spielen wartet die Mannschaft auf einen Sieg. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, konnte von den letzten neun Spielen lediglich eine Partie gewonnen werden (4:0 gegen Augsburg am 16. Spieltag). Der anfängliche Aufschwung unter Eugen Polanski, der im November 13 Punkte aus fünf Spielen einbrachte, ist verflogen – und damit auch der erhoffte Effekt des Trainerwechsels.

Polanski im vergleich zu seoane: die zahlen sprechen

Polanski im vergleich zu seoane: die zahlen sprechen

Die Statistiken zeigen ein düsteres Bild: Eugen Polanski schneidet in einigen Schlüsselbereichen sogar schlechter ab als sein Vorgänger Gerardo Seoane, der nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen entlassen wurde. Dies wirft Fragen nach der Wirksamkeit des Trainerwechsels auf und stellt die sportliche Leitung vor Herausforderungen.

Der punkteschnitt: keine verbesserung in sicht

Der punkteschnitt: keine verbesserung in sicht

Aktuell liegt der Punkteschnitt von Polanski bei lediglich 1,11 Punkten pro Bundesliga-Spiel (21 Punkte aus 19 Spielen). Zum Vergleich: Gerardo Seoane erzielte in seiner Zeit in Gladbach einen Schnitt von 1,13 Punkten (80 Punkte aus 71 Spielen). Dieser geringe Unterschied deutet darauf hin, dass der Trainerwechsel bisher keine spürbare Verbesserung gebracht hat. Die Lage im Borussia-Park ist dadurch brandgefährlich.

Offensive schwächen: tore machen probleme

Offensive schwächen: tore machen probleme

Die Offensive von Gladbach kämpft weiterhin mit großen Problemen. Das 0:3 in Frankfurt verdeutlichte dies eindrücklich, obwohl die Mannschaft insgesamt 20 Torschüsse abgab. Unter Polanski erzielt das Team im Schnitt nur 1,32 Tore pro Spiel (Seoane: 1,56), und der xGoals-Wert pro Spiel liegt bei 1,25 (Seoane: 1,45). Weniger Torchancen (4,1 zu 5,3) und Torschüsse (10,3 zu 13,0) pro Spiel unterstreichen diese Schwäche.

Defensive: lichtblicke, aber auch abwärtstrend

In der Defensive gibt es zumindest leichte Verbesserungen. Der Gegentorschnitt sank unter Polanski von 1,82 auf 1,68, und auch die xGegentore pro Spiel gingen zurück (1,72 auf 1,59). Allerdings gab es in den letzten sechs sieglosen Spielen mit 13 Gegentoren einen deutlichen Abwärtstrend. Polanski betont daher: „Wir müssen in beiden Strafräumen wieder besser werden.“

Laufleistung und ballbesitz: ein gemischtes bild

Die Laufleistung der Mannschaft hat unter Polanski zugenommen (118,7 Kilometer pro Spiel im Vergleich zu 116,9 Kilometern unter Seoane), ebenso wie die Anzahl der Sprints (155 zu 147). Allerdings sank der Ballbesitz deutlich von 48 Prozent unter Seoane auf nur noch 43 Prozent unter Polanski.

Fazit: statistiken zeigen keine positive entwicklung

Die Statistiken bestätigen, dass der erhoffte Aufschwung durch den Trainerwechsel bisher ausgeblieben ist. Die verstärkte Schwäche in der Offensive überdeckt sogar die leichten Verbesserungen in der Defensive. Es bleibt abzuwarten, ob Eugen Polanski die Wende schaffen kann, oder ob weitere Veränderungen notwendig sind, um die sportliche Krise bei Borussia Mönchengladbach zu beenden.

StatistikEugen PolanskiGerardo Seoane
Punkteschnitt (Bundesliga)1,111,13
Tore pro Spiel1,321,56
xGoals pro Spiel1,251,45
Gegentorschnitt1,681,82