Böller trifft essener torwart: wienand ins krankenhaus eingeliefert
Ein Böller, geworfen aus dem Gästeblock, hat am Mittwochabend das Drittliga-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und Waldhof Mannheim in einen Albtraum verwandelt. Torhüter Felix Wienand ging in der 53. Minute zu Boden, hielt sich die Ohren, sein Gesicht zeigte, was Worte kaum beschreiben können. Der Mann hatte Glück, dass er noch auf eigenen Beinen stand.
Mehr als 40 minuten unterbrechung – und ein leeres tor
Schiedsrichter Lennart Kernchen pfiff sofort ab und schickte beide Mannschaften in die Kabinen. Keine Diskussion, kein Zögern. Die Partie ruhte über 40 Minuten, bevor sie beim Stand von 1:0 für Essen fortgesetzt wurde – allerdings ohne Wienand. Der Keeper musste nach Angaben von MagentaSport direkt ins Krankenhaus gebracht werden. Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, blieb zunächst offen.
RWE-Trainer Uwe Koschinat stand während der Unterbrechung auf dem Rasen und gestikulierte wütend in Richtung der Mannheimer Anhänger. Die Bilder sprachen für sich. Anschließend brachte er Ersatztorwart Tino Casali ins Spiel – ein Wechsel, den sich niemand so gewünscht hatte.

Der böller kam aus dem gästeblock
Dass der Böller aus dem Bereich der Mannheimer Fans geflogen sein soll, macht die Sache noch bitterer. Für Waldhof Mannheim dürfte das Konsequenzen haben – sportrechtlich, möglicherweise auch strafrechtlich. Wer in einem Fußballstadion einen Sprengkörper wirft und einen Spieler verletzt, hat die Grenze zum kriminellen Akt längst überschritten.
Solche Szenen kennt man aus den dunkelsten Kapiteln des europäischen Fußballs. Dass sie im Jahr 2026 noch immer passieren, ist keine Überraschung mehr – aber das macht es nicht weniger beschämend.
Msv duisburg verliert im aufstiegskampf weiter den anschluss
Während in Essen das Chaos herrschte, verspielte MSV Duisburg beim FC Ingolstadt weitere wertvolle Punkte. Das 0:0 war das dritte Unentschieden in den letzten Wochen und ließ den Traditionsverein tief in der Tabelle stecken. Als Tabellendritter beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter VfL Osnabrück und den direkten Aufstiegsrang zwei, den Energie Cottbus belegt, bereits vier Punkte. Von den letzten fünf Ligaspielen gewann Duisburg gerade mal zwei. Der Aufstiegszug fährt gerade ohne sie.
