Boga trifft alle 66 minuten: juves transfer-coup sticht openda aus
Ein Winter-Notankauf? Längst ein Sechser-Imperium. Jeremie Boga verwandelt jedes 66. Spielminute in ein Tor, hat nach 197 Minuten schon mehr Treffer erzielt als der 45-Millionen-Mann Loïs Openda – und lässt Luciano Spalletti strahlen.
Spalletti räumt zweifel ein: „wir fragten uns, ob er uns helfen kann“
Der Coach gestand nach dem 3:1 in Udine, dass selbst er im Januar zögerte. Der Ivorer war in Nizza außen vor, hatte teils allein trainiert. Die Juve brauchte aber sofort Resultate. Die Lösung: Ein Kurztrip nach Turin, organisiert von Sportdirektor Federico Comolli, 48 Stunden vor Transferende. Fünf Millionen Euro für die Kaufoption im Sommer – heute klingt das wie ein Schnäppchen.
Spalletti setzte Boga erstmals von Anfang an, stellte ihn als falsche Neun auf. Ergebnis: Chaos in der Udinese-Defensive, der dritte Treffer in Serie nach Toren gegen Roma und Pisa. „Seine Wut, sein Hunger, diese Raubtier-Mentalität – das haben unsere Scouts erkannt“, sagt Spalletti. Die Zahlen sprechen für sich: drei Tore, 197 Spielminuten, eine Quote, die selbst Cristiano Ronaldo in seiner besten Juve-Zeit nie erreichte.

Warum boga mehr ist als nur ein ersatz für yildiz
Bislang galt Kenan Yildiz als Zukunft des Vereins. Doch der 19-Jährige ist angeschlagen, und Boga schießt sich inzwischen in die Herzen der Fans. Seine Dribbel-Statistik: 78 Prozent erfolgreiche Ballaktionen, bis zu 34 km/h Spitzengeschwindigkeit. Das ist nicht nur Tempo, das ist ein Statement.
Comolli hat intern schon signalisiert: Die Kaufoption wird gezogen. Keine Diskussion. Der Franzose sieht in Boga den „verticalen Außenstürmer“, der Spallettis System perfekt ergänzt – und der sich nicht versteckt, wenn es um Pressing geht. 32 Balleroberungen in sechs Partien, ein Wert, den sonst nur Defensivspezialisten liefern.
Am Horizont: Das Viertelfinale der Champions League. Wenn Boga dort trifft, ist die 45-Millionen-Frage endgültig vom Tisch. Dann nämlich hat Juve nicht nur einen Notankauf gemacht, sondern den vielleicht effizientsten Transfer der Saison. Die Fans singen bereits: „Boga, Boga, Boga – un colpo da 5 milioni!“ Die Rechnung ist einfach: fünf Millionen, drei Tore, unendlich viel Selbstvertrauen. Spalletti summt schon die Melodie mit.
