U18-wm: wer bildet die schweizer zukunftstars?
Die Schweizer U18-Nationalmannschaft steht vor der Weltmeisterschaft und will den Aufstieg zurück in die Top-Gruppe forcieren. Doch wer sind die Ausbildungsvereine, die diese Talente geformt haben? Eine Analyse zeigt, welche Clubs am meisten zum Erfolg der jungen Eishockeyspieler beigetragen haben – und welche Überraschungen dabei herauskamen.

Die top-adressen für schweizer eishockey-nachwuchs
Während der EV Zug in den letzten Jahren oft im Rampenlicht stand, wenn es um die Förderung junger Talente ging, präsentiert sich das Bild vor dieser U18-WM etwas anders. Ein detaillierter Blick auf die Vereine, in denen die 23 Spieler ihre ersten Schritte im Eishockey unternahmen, offenbart eine interessante Verteilung. Das System berücksichtigt die Zeit, die jeder Verein für die Ausbildung eines Spielers aufgewendet hat. Eine geteilte Ausbildung wird mit halben Punkten gewertet, um die Beteiligung beider Clubs anzuerkennen.
Der HC Thurgau und der EHC Winterthur tragen jeweils 0,5 Punkte bei, da sie in der Ausbildung von Dominic Ziegler und Gian Keller eine Rolle spielten. Letzterer wechselte 2022 vom EHC Winterthur zum EHC Kloten, während Ziegler 2023 in die Hauptstadt Bern zog. Der EHC Kloten, HC Fribourg-Gotteron und Genf-Servette HC konnten jeweils einen Punkt verbuchen. Fabrice Bouvard, der mittlerweile bei den ZSC Lions spielt, liefert dem EHC Kloten ebenfalls einen halben Punkt.
Überraschend ist, dass der EV Zug in dieser Auflistung nicht ganz vorne liegt. Jan Daron, der in dieser Saison bereits in der National League sein Können unter Beweis stellen durfte und seinen ersten Treffer erzielte, bringt dem EVZ lediglich einen Punkt ein. Yanis Lutz erhält eine halbe Punktbewertung für seine Zeit in Zug, während die andere Hälfte an die SC Rapperswil-Jona Lakers geht. Ein weiterer Punkt geht an die St.Galler für Laurin Fuhrer, der ebenfalls National-League-Luft geschnuppert hat.
Der EHC Biel-Bienne glänzt mit zwei Punkten dank Jonah Neuenschwander und Julian Fuhrer, während die SCL Tigers ebenfalls zwei Zähler für Nevio Reist und Niclas Rentsch erhalten. Der HC Lugano kann sich dank Niccolo Castiglioni und Yannis Zambelli ebenfalls zwei Punkte sichern. Neuenschwander feierte kürzlich mit der U-21 des EHC Biel den Meistertitel – ein Beweis für die starke Nachwucharbeit in Biel.
HC Davos, bekannt für seine erfolgreiche Jugendarbeit, trägt 2,5 Punkte bei, dank Silvano Andri, Joshua Brander und Lou Bächler, der seine Karriere bei den ZSC Lions begann, bevor er in die Bündner Berge wechselte. Der SC Bern belegt mit 3,5 Punkten den zweiten Platz, dank Thierry Berger, Janis Grossniklaus, Tim Münger und einer halben Punktbewertung für Dominic Ziegler.
Krönender Abschluss ist die Leistung der ZSC Lions, die mit 4 Punkten die größte Verantwortung für die Ausbildung des aktuellen U18-Kaders tragen. Lennox Hirt, Kimi Sutter und Clemens Troxler bringen den Zürchern jeweils einen Punkt ein, während Lou Bächler und Fabrice Bouvard weitere halbe Punkte einbringen. Die ZSC Lions haben hier eindeutig den größten Beitrag geleistet.
Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen ein vielfältiges Bild der Schweizer Eishockey-Nachwuchsförderung. Während einige Vereine traditionell eine starke Rolle spielen, gibt es auch überraschende Aufsteiger, die ihre Talente erfolgreich entwickeln. Die Weltmeisterschaft wird zeigen, ob diese Investitionen in die Jugend sich in sportlichem Erfolg niederschlagen.
