Nhl-saison 2025/26: schweizer enttäuschen – moser glänzt!

Die reguläre NHL-Saison ist Geschichte, und die Bilanz für die Schweizer Spieler liest sich – mit einer Ausnahme – alles andere als rosig. Während Janis Moser in Tampa Bay für Furore sorgte, kämpften viele andere mit Formschwäche und verpassten die Play-offs. Eine kritische Bestandsaufnahme ist daher unumgänglich.

Nino niederreiter: der abstieg eines leistungsträgers

Nino Niederreiter muss sich die harscheste Kritik gefallen lassen. Die Saison verlief für den Flügelstürmer katastrophal, und die Leistungen entsprachen in keiner Weise den Erwartungen. Der einst so treibende Motor von Winnipeg, der in der Saison zuvor noch die Regular Season dominierte, fand in dieser Spielzeit kaum statt. Seine Eiszeit wurde drastisch reduziert, und die mageren 19 Scorerpunkte in 61 Spielen sind ein trauriger Tiefpunkt in seiner NHL-Karriere. Nur in der verkürzten Saison 2022/23 war er noch schlechter. Jetzt gilt es für Niederreiter, sich neu zu fokussieren, bei der WM zu glänzen und dann in der NHL einen Neustart zu versuchen – sein Vertrag läuft ja noch bis 2027.

Philipp kurashev und timo meier: fehlende konstanz

Philipp kurashev und timo meier: fehlende konstanz

Auch Philipp Kurashev konnte bei den San Jose Sharks keine nennenswerten Akzente setzen. Nach einem vielversprechenden Start verbrachte er viel Zeit auf der Tribüne, und eine Vertragsverlängerung ist unwahrscheinlich. Eine Rückkehr in die Schweiz wäre eine Option, doch der Center scheint seine Zelte in Nordamerika ausrollen zu wollen. Timo Meier hingegen kämpfte ebenfalls mit seiner Form. Seine Leistungen blieben hinter den Erwartungen zurück, und er erreichte nicht die statistischen Werte, die man von ihm kennt. Die Devils müssen sich im nächsten Jahr deutlich steigern, um überhaupt Playoff-Chancen zu haben.

Roman josi: ein captain mit licht und schatten

Roman josi: ein captain mit licht und schatten

Roman Josi erlebte eine turbulente Saison. Seine längere Ausfallzeit in der ersten Saisonhälfte nagte an der Mannschaft, und auch die defensiven Schwächen konnten nicht übersehen werden. Mit einer Minus-15-Bilanz ist die Defensivarbeit ausbaufähig. Trotz seiner 55 Scorerpunkte in 68 Spielen, die ihn einmal mehr als starken Offensivverteidiger auszeichnen, muss Josi sich im nächsten Jahr gesteigerte Ansprüche erfüllen – er hat die Messlatte selbst sehr hoch gelegt.

Die positiven überraschungen: siegenthaler, schmid, hischier, fiala und bichsel

Die positiven überraschungen: siegenthaler, schmid, hischier, fiala und bichsel

Jonas Siegenthaler zeigte solide Leistungen bei den Devils. Akira Schmid durfte zwischenzeitlich regelmäßig im Tor der Golden Knights stehen, obwohl ihm zum Saisonende der Platz auf der Tribüne blieb. Nico Hischier konnte seine persönliche Leistung bestätigen, auch wenn die schwache Teamleistung und die schlechtere Plus-Minus-Bilanz ihn ärgern. Kevin Fiala verletzte sich kurz vor Saisonende schwer an den Olympischen Spielen, hatte bis dahin aber einen soliden Wert. Und Lian Bichsel hat sich in der NHL endgültig etabliert.

Janis moser: der schweizer klassenbester

Janis moser: der schweizer klassenbester

Janis Moser sticht als herausragender Einzelspieler hervor. Mit sieben Toren und 22 Assists lieferte er eine starke Leistung, doch seine Plus-Minus-Bilanz von +41 ist schlichtweg herausragend – ligaweit Platz sieben! Der langfristige Vertrag, den er bei Tampa Bay erhalten hat, ist ein klarer Beweis für sein Können. Er hat nicht nur offensiv überzeugt, sondern vor allem defensiv geglänzt. Seine Leistung ist der unbestrittene Höhepunkt der Schweizer Beteiligung an der NHL-Saison.

Die NHL-Saison 2025/26 zeigt deutlich, dass Schweizer Spieler zwar Potenzial haben, aber auch harte Arbeit und Konstanz benötigen, um in der besten Liga der Welt erfolgreich zu sein. Während Moser das Licht am Ende des Tunnels sieht, müssen andere ihre Form finden und neu angreifen – die nächste Saison steht schon vor der Tür.