Mainz' märchen in straßburg zerplatzt: europa-traum endet jäh!

Ein Schock für die Mainzer Fans: Das Märchen in der Conference League ist abrupt zu Ende. Nach einem desolaten Auftritt beim Spiel gegen Straßburg kassierten die Rheinhessen eine deutliche 0:4-Niederlage und verpassten damit den größten internationalen Erfolg der Vereinsgeschichte. Das Hinspielsergebnis von 2:0 war vergessen, die Euphorie verflogen – ein bitteres Ende für einen ambitionierten Klub.

Die defensive liegt in trümmern

Die Vorgabe von Trainer Urs Fischer, „sehr cool und mutig“ zu agieren, wurde von seinen Schützlingen kaum umgesetzt. Stattdessen offenbarte sich ein Klassenunterschied, der sich schon früh im Ergebnis manifestierte. Sebastian Nanasi (26.) und Abdoul Ouattara (35.) konterten die zaghaften Offensivbemühungen der Mainzer mit zwei blitzschnellen Treffern. Die kompakte Defensive, auf die das Team gesetzt hatte, löste sich in Luft auf, während Straßburg immer mehr Druck ausübte.

Daniel Batz, der überragende Keeper im Mainzer Tor, verhinderte mit einer Glanzparade gegen Diego Moreira (25.) und einem Elfmeter-Rettungsversuch gegen Emegha (66.) eine noch höhere Schmach. Doch selbst seine Leistung konnte das drohende Aus nicht abwenden. Die Rheinhessen wirkten geschockt, ließen sich in die eigene Hälfte drängen und hatten kaum Antworten auf das aggressive Spiel der Franzosen.

Amiri kann das blatt nicht wenden

Amiri kann das blatt nicht wenden

Fischer reagierte zur Pause mit der Einwechslung des lange verletzten Spielmachers Nadiem Amiri, doch die Maßnahme brachte keine Wende. Im Gegenteil: Julio Enciso (69.) und Emmanuel Emegha (74.) erhöhten die Führung der Heimmannschaft, wobei Enciso gar in das leere Tor einschob. Die Mainzer schienen von der Kulisse im „Hexenkessel“ Stade de la Meinau komplett gefressen.

Die Straßburger, angeführt von Kapitän Ismael Doukouré, präsentierten sich als eine klar überlegene Mannschaft. Die individuelle Klasse der französischen Spieler, gepaart mit einer disziplinierten Defensivarbeit, machte den Unterschied aus. Mainz muss sich nun eingestehen, dass der Traum vom Finaleinzug in Leipzig am 27. Mai geplatzt ist. Stattdessen kämpfen die Franzosen am 30. April und 7. Mai um den Einzug ins Finale.

Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Fünf Partien in der Conference League, fünf deutsche Teams ausgeschieden. Der deutsche Fußball muss sich fragen, wie er den Anschluss an internationale Top-Mannschaften halten kann. Für Mainz gilt es nun, die Saison im nationalen Wettbewerb zu retten und die bittere Niederlage schnell zu verdauen.