Biathlon-wunder: mengin kämpft mit hashimoto und triumphiert!

Amandine Mengin, das ist der Name, der im Biathlon-Zirkus derzeit für Furore sorgt. Doch hinter ihren beeindruckenden Leistungen verbirgt sich eine Geschichte von unbändigem Willen und dem Kampf gegen eine schwere Krankheit. Die 21-jährige Französin beweist, dass auch mit einer unheilbaren Erkrankung sportliche Höchstleistungen möglich sind – und das inspiriert!

Die diagnose, die alles veränderte

Im Mai 2015 erhielt Mengin die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis, eine chronische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Das Immunsystem greift die Schilddrüse an, was zu einer Vielzahl von Symptomen führt: Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme und Leistungseinbußen. „Es ist einfach sch*e“, fasst Mengin ihre damalige Gefühlslage im Gespräch mit Nordic Magazine zusammen. Die hormonellen Veränderungen und die ständige Müdigkeit machten das Training zur Qual.

Doch Mengin gab nicht auf. Sie passte ihre Ernährung um, eliminierte Gluten und begann eine lebenslange Hormontherapie, um die Krankheit im Griff zu behalten. „Es ist schwer, von sich selbst zu sagen, dass man krank ist, wenn man es sich nicht ausgesucht hat“, so die Biathletin, die sich mit Zweifeln und der Frage, ob es jemals besser werden würde, auseinandersetzen musste.

Von rückschlägen zum triumph

Von rückschlägen zum triumph

Die Vorbereitung auf die letzte Saison gestaltete sich dementsprechend schwierig. Es gab Wochen, in denen sie sich so erschöpft fühlte, dass das Training reduziert werden musste. Aber dann fand sie die richtige Dosierung für ihre Behandlung. Und das zahlte sich aus. Im Januar feierte sie ihren ersten großen Erfolg: einen Sieg in einem IBU-Cup-Rennen in Lake Placid. Weitere Podiumsplätze folgten, und sie sicherte sich den Sieg in der Massenstart-Wertung.

Die Erfolge setzten sich fort. Nach guten Auftritten bei der EM durfte sie bei den Weltcup-Rennen in Oslo starten und lief als 29. und 25. gleich zweimal in die Punkteränge. Ein bemerkenswertes Ergebnis, wenn man bedenkt, unter welchen Umständen sie diese Leistungen erbringt.

Mengins Geschichte ist ein Beweis dafür, dass der menschliche Wille stärker ist als jede Krankheit. Sie ist ein Vorbild für alle, die mit gesundheitlichen Herausforderungen kämpfen und ihre Träume nicht aufgeben wollen. Ihr nächstes Ziel ist klar: Sie will sich im französischen Weltcup-Team etablieren und ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben. Die Biathlon-Welt kann sich auf eine Athletin freuen, die nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch mit ihrem unbändigen Lebensmut inspiriert.