Biathlon-olympiastaffel: rösch sieht deutschland trotz favoriten norwegen im medaillenrennen
- Biathlon-olympiastaffel: rösch sieht deutschland trotz favoriten norwegen im medaillenrennen
- Deutsche staffel mit potential, aber mit fehlern im verfolger
- Rösch: "brust raus und zeigen, was wir können!"
- Historie: lange wartezeit auf eine medaille
- Analyse der deutschen aufstellung: strelow als schlüsselspieler?
- Philipp horn als schlussläufer: eine überraschung?
- Schießleistung als entscheidender faktor
- Erinnerungen an den olympiasieg 2006
- Tipp des experten: frankreich, norwegen, deutschland
- Weitere informationen
Biathlon-olympiastaffel: rösch sieht deutschland trotz favoriten norwegen im medaillenrennen
Die Herrenstaffel bei den Olympischen Spielen Mailand Cortina 2026 verspricht ein spannendes Rennen zu werden. Norwegen und Frankreich gelten als die klaren Favoriten, doch auch das deutsche Team rechnet sich realistische Chancen aus. Entscheidend wird dabei die Nervenstärke am Schießstand sein. Olympiasieger Michael Rösch analysiert die Ausgangslage und sieht für das DSV-Team mehr als nur Außenseiterchancen.
Deutsche staffel mit potential, aber mit fehlern im verfolger
Für Deutschland gehen am Dienstag Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn in der Olympia-Staffel an den Start. Das Quartett hat in diesem Winter bereits mehrfach gezeigt, dass es konkurrenzfähig ist. Im Verfolgungsrennen leisteten sie sich jedoch insgesamt 18 Schießfehler – zu viele, um im Kampf um die Medaillen bestehen zu können. Um diesmal aufs Podium zu laufen, muss die Trefferquote deutlich verbessert werden.

Rösch: "brust raus und zeigen, was wir können!"
"Die Jungs können alle schießen. Wichtig ist dieses Selbstverständnis, dieses Auftreten: Brust raus, heute ist unser Tag. Wenn das zusammenkommt, dann klingelt’s – davon bin ich überzeugt", sagt Staffel-Olympiasieger und Eurosport-Experte Michael Rösch vor dem Rennen im Interview. Es geht darum, mit Überzeugung an den Schießstand zu gehen und an sich selbst zu glauben.

Historie: lange wartezeit auf eine medaille
Eine Olympia-Medaille für die deutschen Herren ist schon einige Jahre her: 2018 in Pyeongchang gewannen Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp Bronze. Der letzte Olympiasieg datiert sogar aus dem Jahr 2006, als Ricco Groß, Michael Rösch, Sven Fischer und Michael Greis in Cesana San Sicario triumphierten.

Analyse der deutschen aufstellung: strelow als schlüsselspieler?
Justus Strelow wird als Startläufer eingesetzt. Rösch betont dessen Bedeutung für einen guten Staffelbeginn: "Er hat das bislang gut gemacht. Für mich ist entscheidend, dass er die Staffel sauber ins Rennen bringt." Er muss sich an den starken Startern von Norwegen (Uldal) und Frankreich (Claude) orientieren. Die ersten 7,5 Kilometer sind entscheidend, um ruhig zu bleiben und das Rennen gut zu eröffnen.

Philipp horn als schlussläufer: eine überraschung?
Die Entscheidung, Philipp Horn als Schlussläufer einzusetzen, überraschte einige. Rösch sieht das jedoch positiv: "Das hat ein bisschen Lenzerheide-Vibes von der WM letztes Jahr – und dort hat es ja funktioniert mit dem Podium." Horn hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann und läuferisch zu den Schnellsten gehört.

Schießleistung als entscheidender faktor
"Mit so vielen Fehlern wird es nicht reichen. Du brauchst so einen Tag wie in der Mixed-Staffel, in der bis zum letzten oder vorletzten Schießen alles aufgeht", so Rösch. Entscheidend ist, mit voller Überzeugung an den Schießstand zu gehen und Zweifel zu vermeiden. Die Jungs müssen das Selbstvertrauen ausstrahlen: "Ich zeige euch jetzt, wie der Hase läuft!".
Erinnerungen an den olympiasieg 2006
"Ehrlich gesagt sind es nur noch Fetzen", erinnert sich Rösch an den Sieg von 2006. "Ich habe zu Hause sogar noch eine DVD und habe mir das Rennen später tatsächlich ein paar Mal wieder angeschaut." Vor dem Rennen war er extrem nervös und versuchte, sich mit Hausarbeiten abzulenken. Erst als Ricco Groß ihn abgab, sei er "im Tunnel" gewesen.
Tipp des experten: frankreich, norwegen, deutschland
Rösch tippt auf Frankreich als Goldmedaillengewinner, gefolgt von Norwegen und Deutschland. Er betont jedoch, dass auch Italien und Finnland für eine Überraschung sorgen könnten. "Der Anspruch muss sein: Wir gehören aufs Podium!"
Weitere informationen
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