Biathlon-olympiablick: chancen und herausforderungen des deutschen teams in antholz
- Biathlon-olympiablick: chancen und herausforderungen des deutschen teams in antholz
- Hohe leistungsdichte im weltcup
- Nawrath und horn als hoffnungsträger
- David zobel sticht durch selbstvertrauen hervor
- Die aktuelle situation im dsv-team
- Staffel und mixed-staffel als medaillenkandidaten
- Rückblick und ausblick
- Die bedeutung mentaler stärke
Biathlon-olympiablick: chancen und herausforderungen des deutschen teams in antholz
Die Biathlon-Olympia in Mailand Cortina 2026 stehen vor der Tür, und für das deutsche Herrenteam ist es eine besonders knifflige Aufgabe. Nach der Medaillenlosigkeit in Peking vor vier Jahren ruhen die Hoffnungen auf Antholz. Doch wie stehen die Chancen wirklich? Ich, Stefan Fischer, analysiere die Situation für TSV Pelkum Sportwelt.
Hohe leistungsdichte im weltcup
„Die Leistungsdichte in der Weltspitze ist verdammt hoch“, betont Michael Rösch, Olympiasieger von 2006, und bringt damit die Realität auf den Punkt. Trotzdem dürfe man sich nicht einschüchtern lassen. Es gibt gute Gründe, an Edelmetall zu glauben. Die Konkurrenz aus Norwegen, Frankreich, Italien und Schweden ist stark, das steht außer Frage.

Nawrath und horn als hoffnungsträger
Eurosport-Experte Michael Rösch sieht in Philipp Nawrath und Philipp Horn die größten Chancen für das deutsche Team. Beide Athleten haben im Weltcup bereits Podestplätze erreicht, was ein gutes Zeichen ist. Im Gegensatz dazu wäre es besorgniserregend, wenn man sich während der Saison immer nur knapp für die Top 10 qualifizieren würde.

David zobel sticht durch selbstvertrauen hervor
Besonders positiv fällt Rösch das Selbstvertrauen von David Zobel auf. „Ich finde es cool, wenn man mit breiter Brust dahingeht“, so Rösch. Zobel hat vor der Saison deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er eine Medaille ins Auge fasst. Seine Formkurve deutet an, dass er in Antholz eine Rolle spielen könnte.

Die aktuelle situation im dsv-team
Nach dem Rücktritt der „großen Vier“ – Erik Lesser, Arnd Peiffer, Simon Schempp und Benedikt Doll – fehlt dem Team derzeit eine klare Führungsfigur mit Strahlkraft. Es mangelt an Konstanz und jahrelangen Erfolgen. Trotzdem überwiegt bei Rösch ein positives Gefühl. Die Nominierung von nur fünf Athleten verdeutlicht jedoch einen leichten Abwärtstrend im deutschen Biathlon.

Staffel und mixed-staffel als medaillenkandidaten
Die größten Chancen auf eine Medaille sieht Rösch in der Staffel und der Mixed-Staffel. Die Aufstellung für die Staffel ist noch offen, aber Nawrath und Horn scheinen gesetzt. Mögliche Startläufer wären Justus Strelow oder David Zobel, während Lukas Fratzscher ebenfalls eine Option darstellt. Die Entscheidung hängt von den Leistungen im Trainingslager in Obertilliach ab.

Rückblick und ausblick
Vor acht Jahren feierten die DSV-Herren mit Arnd Peiffer, Simon Schempp, Benedikt Doll und der Staffel noch Edelmetall. Eine ähnliche Ausbeute ist in Antholz nicht zu erwarten, aber Rösch ist optimistisch. Die Entwicklung von Lukas Fratzscher, der lange Zeit zwischen Weltcup und IBU Cup pendelte, ist besonders erfreulich. Auch David Zobel hat mit seiner selbstbewussten Art beeindruckt.
Die bedeutung mentaler stärke
Rösch betont die Wichtigkeit, mit Selbstvertrauen an den Start zu gehen. Er selbst wusste bei Olympia 2006 zwei Tage vorher, dass er in der Staffel laufen würde und konnte sich so mental vorbereiten. Letztendlich gilt: Wenn man am Start steht, muss man abliefern. Die Vorfreude auf die Wettkämpfe in Antholz ist groß, und die Hoffnung auf deutsche Medaillen besteht weiterhin.
