Bhc verspielt späte chance – abstiegsfalle schnappt zu
Die Rhein-Neckar Löwen haben den Bergischen HC mit einem 28:25 am Sonntagabend wieder ein Stück tiefer in den Keller geschickt. Die Aufholjagd der Gäste in der SAP Arena blieb eine fingerübung: zwei Tore fehlten am Ende, vier Punkte auf den Relegationsplatz – und der Glaube schwindet.
Thrastarson trifft, beyer hängt
Hakur Thrastarson war der Mann des Abends. Zehn Mal jagte der Isländer den Ball ins Netz, ließ Rudeck und Co. ratlos zurück. Auf der Gästeseite stemmte sich Noah Beyer mit fünf Treffern gegen die Niederlage – vergeblich. Die Quote der BHC-Backs lag bei 47 Prozent, zu wenig gegen die aggressiv verschobene Deckung der Löwen.
Zwischen den Pfosten lieferte sich ein Duell auf Augenhöhe. Christopher Rudeck parierte dreizehn Mal, David Späth ebenso. Doch während Späth in der Schlussphase die Bogenlampe von Wasielewski noch mit den Fingerspitzen streifte, stand Rudeck beim 25:27 plötzlich mit leeren Händen da.

Sechs tore vorsprung weggebuttert
Die Partie schien nach 26 Minuten gelaufen. Die Löwen führten 14:8, Steven Jacobsen sah die blaue Karte – und der BHC nutzte die Überzahl, um bis zur Pause auf 11:14 heranzukommen. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Julian Fuchs auf 20:22, doch jedes Mal, wenn die Gäste anschlossen, antwortete Gino Steenaerst mit eiskaltem Kaliber.
Die letzte Aufwallung folgte 55 Sekunden vor Schluss. Wasielewski traf zum 25:27, die Arena verstummte – und dann knallte Steenaerst den Deckel drauf. 16 Sekunden später war die Saison des BHC ein kleines Stück näher am Abgrund.

Magdeburg wartet – und die uhr tickt
Nächster Gegner: SC Magdeburg, Tabellenführer, Champions-League-Viertelfinalist, Auswärtsschreck. Das Hinspiel endete 39:30 für die Sachsen-Anhaltiner, die in dieser Spielzeit noch kein Heimspiel verloren haben. Für den BHC wird es eine Zitterpartie ohne Netz: bei einer Niederlage könnte der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf einen einzigen Zähler schmelzen.
Die Löwen reisen unterdessen am Freitag nach Eisenach. Für sie geht es nach oben, Richtung European League. Für den BHC bleibt nur der Blick nach unten – und die Frage, wie viele Aufholjagden noch übrig sind, bevor die Relegation zuschnappt.
