Bfc dynamo boxt sich frei: 2:0 gegen chemie leipzig rettet die regionalliga-existenz
3.000 Zuschauer, eine Eckboje, ein Kopfball – und plötzlich atmen die Weinroten wieder. Der BFC Dynamo schlägt Chemie Leipzig 2:0 und rast aus dem roten Tief ab.
Fritzsche und mattmüller lassen das sportforum beben
45 Minuten lang quälten sich beede Teams durch ein Fußball-Stückwerk, das an eine Schulhofpartie erinnerte. Dann kam der 43. Minute: Leander Fritzsche knallte eine Flanke volley unter die Latte – 1:0, Pausenpfiff, Erlösung. Der zweite Schlag folgte nach dem Tee: Levin Mattmüller blieb nach einer Ecke völlig blank, köpfte aus sieben Metern ein – 2:0 (55.). Chemie wirkte fortan wie betäubt, der Abstand zur Abstiegszone schrumpft auf neun Punkte.
Die Leipziger hatten zwar mehr Ballbesitz, aber null Durchschlagskraft. Die Dynamoverteidigung um Kapitän Christopher Hübner stand wie eine Mauer, die mit jedem Zweikampf lauter wurde. Als Schiedsrichter Schröder abpfiff, zogen die Hohenschönhausener endlich wieder die Köpfe hoch – Tabellenplatz 14, aber mit Perspektive.

Hertha zehlendorf stolpert weiter – abstieg nur noch formsache
Während die Alte Försterei jubelt, bleibt der andere Berliner Kellerclub im freien Fall. Hertha Zehlendorf verliert in Zwickau 0:1, Veron Dobruna trifft schon in der 13. Minute. Neun Spiele ohne Sieg, nur zehn Punkte auf dem Konto – die Regionalliga-Tauglichkeit der Blau-Weißen ist längst eine Fußball-Fiktion. Die restlichen sieben Partien werden zur reinen Ehrensache.
Für den BFC dagegen rückt der Blick nach vorn. Am Sonntag gastiert man bei Aufstiegskandidat Energie Cottbus – plötzlich kein Gegner mehr, den man von vornherein abschreibt. Die Kurve ist wieder warm, der Glauben zurück. Und im Abstiegskampf gilt: wer zweimal gewinnt, der tanzt – wer zweimal verliert, fliegt.
