Betis verpasst wichtigen sieg: pellegrini kritisiert fehlende präzision
Real Betis musste sich
am Sonntag im heimischen Stadion mit einem frustrierenden 1:1-Unentschieden gegen den Espanyol begnügen. Damit verpassten die Andalusier den erhofften Sprung in der Tabelle und weisen nun schon seit sechs Spielen nicht mehr einen Sieg auf ihrem Konto.Pellegrini lobt die anstrengung, beklagt aber die chancenverwertung
Obwohl Manuel Pellegrini, der Trainer des Betis, die Leistung seiner Mannschaft grundsätzlich positiv bewertete, nagte das Ergebnis an ihm. Die Betis-Offensive hatte zahlreiche Hochkaräter, die jedoch entweder durch die herausragenden Leistungen von Espanyols Torwart Dmitrovic vereitelt oder durch mangelnde Präzision im Abschluss vergeben wurden. „Wir haben ein sehr vollständiges Spiel gezeigt“, erklärte Pellegrini nach dem Spiel, „mit einer sehr großen Ballbesitzquote. Defensiv haben sie überhaupt keinen Torschuss aufs Tor gebracht. Wir hatten vier oder fünf sehr deutliche Torchancen, die wir vor allem in der ersten Halbzeit nicht nutzen konnten; danach traf der Ball an die Stange von Pablo García. Das kollektive Zusammenspiel ist grundsätzlich in Ordnung, aber die Chancen müssen wir auch tatsächlich versenken.“
Die Abwehrreihe des Espanyol machte es dem Betis nicht leicht. „Sie haben mit viel Mann an der eigenen Strafraumgrenze verteidigt“, so Pellegrini. „Es ist unsere Leistung, so viele Chancen kreiert zu haben, da es nicht einfach ist, gegen einen so defensiv eingestellten Gegner vorzustoßen. Positiv ist, dass wir in den 90 Minuten nicht auskonterten wurden. Der Torwart hat natürlich einen großen Anteil daran, und vielleicht hat uns im Abschluss ein wenig Präzision gefehlt. Aber insgesamt bin ich mit dem kollektiven Spiel sehr zufrieden, allerdings eben nicht mit dem Ergebnis.“

Flankenläufe und die suche nach räumen
Besonders in der ersten Halbzeit versuchte Betis, über die Flügelspiel auf Angriff zu fahren. „Wir hatten drei oder vier sehr deutliche Situationen mit Flanken in den Strafraum, die entweder von einem Stürmer erreicht oder von den Verteidigern geklärt wurden“, erläuterte Pellegrini. „Wenn wir mit Bewegung und Dreiecksangriffen über die Flügel vorstießen, konnten wir die benötigten Räume schaffen, um zu treffen.“
Am Mittwoch steht nun das Rückspiel gegen Braga in der ConferenceLeague an. „Wir müssen den Schalter umlegen“, betonte Pellegrini. „Es ist sehr wichtig, in beiden Wettbewerben präsent zu bleiben. Leider entgleiten uns zwei wichtige Punkte zuhause, das vierte Unentschieden in Folge hier. Dieses Spiel hat mir aber besser gefallen als die vorherigen, in denen es an Kreativität fehlte. Wir müssen am Mittwoch weiterspielen, in den anderen Wettbewerb einziehen und versuchen, diese Punkte in Pamplona zurückzugewinnen.“
Die Wahrheit ist: Der Betis steht vor einer schwierigen Aufgabe. Die fehlende Konstanz könnte die Ambitionen des Teams in dieser Saison gefährden. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Pellegrini die Wende herbeiführen kann.
n,n