Gregoritsch zeigt größe: augsburg-stürmer gesteht foul zu – polzin begeistert!

Ein außergewöhnlicher Moment der Fairness im Bundesliga-Duell zwischen Augsburg und dem Hamburger SV: Michael Gregoritsch, der Angreifer des FCA, gestand kurz vor der Pause ein Foul zugunsten des HSV, obwohl der Schiedsrichter bereits einen Freistoß für Augsburg entschieden hatte. Diese Geste löste sofort große Anerkennung aus und wirft ein positives Licht auf den deutschen Fußball.

Ein fairer sportsmann im herzen

Trainer Merlin Polzin vom Hamburger SV zeigte sich sichtlich beeindruckt: „Das ist eine sehr lobenswerte Aktion. Da sieht man, welch fairer Sportsmann er ist, dass er auf Nachfrage seinen Standpunkt mitgeteilt hat. Top, sich so zu verhalten.“ Gregoritsch, der von 2015 bis 2017 selbst für den HSV spielte, bewies, dass seine sportliche Integrität über Vereinsgrenzen hinweg Bestand hat. Er selbst betonte gegenüber der Bild-Zeitung, dass er auf Fabio Vieira gelandet sei und ihm dies auch so mitgeteilt habe. „Ich bin raus und musste behandelt werden. Dann kam Deniz zu mir. Wir kennen uns ja seit 10 Jahren. Da kann man auch mal kurz quatschen“, erklärte der Österreicher.

Die Situation entstand kurz vor der Pause, als Schiedsrichter Deniz Aytekin nach einem Zweikampf zwischen Gregoritsch und Vieira zunächst einen Freistoß für Augsburg in aussichtsreicher Position entschied. Nach heftigen Protesten der Hamburger und einer Behandlungspause des HSV-Spielers sprach Aytekin jedoch mit Gregoritsch, der dann das Foul zugab.

Kritik vom fca-coach

Kritik vom fca-coach

Manuel Baum, der Trainer von Augsburg, lobte zwar die Geste Gregoritschs, äußerte aber auch Kritik an der Entscheidung des Schiedsrichters, den Spieler zu befragen. „Das ist eine super Aktion – trotzdem muss ich sagen, finde ich es nicht gut, dass der Schiedsrichter einen Spieler fragt. Was wäre denn gewesen, wenn er gesagt hätte, es war eins? Dann wäre er jetzt der Buhmann“, so Baum. Er argumentierte, dass der Schiedsrichter die Verantwortung für die Entscheidung tragen sollte und Spieler nicht in solche Situationen bringen dürfe.

Aytekin selbst verteidigte seine Vorgehensweise: „Ich will einfach das, was fair und ehrlich ist“, erklärte er. „Ganz viele Leute sagen ja, im Fußball gibt es keinen Respekt, keine Fairness und keine Menschlichkeit und das war ein Musterbeispiel für gegenseitige Wertschätzung.“ Diese Worte unterstreichen die Bedeutung von sportlicher Höflichkeit und Respekt im Profifußball, ein Aspekt, der oft in den Hintergrund gerät.

Die Fair-Play-Geste von Michael Gregoritsch ist ein seltener, aber wichtiger Moment, der daran erinnert, dass Sport mehr sein sollte als nur der Sieg. Sie ist ein Beispiel für gegenseitige Wertschätzung und ein Zeichen für eine Kultur des Respekts im Fußball, die es zu pflegen gilt.