Berni schießt nach lausanne-debakel: «serie ist noch nicht vorbei»

Genf – Ein 2:5 im eigenen Eis, Lausanne feiert im Mont-Blanc-Quartier – und Tim Berni schlägt dennoch den Kampfmodus an. «Wir haben das Break kassiert, aber wir liefern uns nicht freiwillig», sagt der Verteidiger der Grenats nach dem ersten Heimdebakel dieser Playoff-Serie. Die Niederlage tut weh, die Analyse ist trotzdem schon im Gange.

Lausanne trifft, genf grübelt – das offensiv-problem

Ken Jäger traf nach 37 Sekunden im Powerplay, die Waadtländer verwandelten fast jeden zweiten Schuss – Genf blieb bei zwei Treffern stehen. «Wir haben in allen drei Spielen nie mehr als zwei Tore erzielt», rechnet Berni vor. Die Top-Reihe um Vincent Praplan und Jimmy Vesey schaffte es trotz 32 Schüssen nicht, den Torhüter Genoni in Verzweiflung zu treiben. Die Zahlen sind hart: drei Partien, fünf Genf-Tore, 13,3 Prozent Torausbeute – das reicht nicht gegen Lausanne, das mit klinischer Effizienz glänzt.

Die Defensive der Grenats war zuletzt ihr Trumpf, nun kassierte sie fünf Gegentore. Berni sieht die Ursache im Kopf: «Wir spielen 40 Minuten konzentriert, dann verlieren wir die Linie.» Die Serie war vorher von engen Ergebnissen geprägt, nun droht eine Vorentscheidung. Doch der 23-Jährige gibt sich kämpferisch: «In den Playoffs zählt nur das nächste Spiel.»

Freitag in lausanne – derby-feuer und die letzte chance

Freitag in lausanne – derby-feuer und die letzte chance

Die Serie steht 1:2, Spiel 4 findet am Freitag in der Patinoire de Malley statt. Berni kennt die Atmosphäre: «Dort pfeift dich das ganze Stadion, aber das kann auch Treibstoff sein.» Nach 13 Strafminuten im letzten Drittel von Spiel 3 droht sich das Duell erneut zu entladen. Die Liga prüft zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die Fans der Grenats reisen trotzdem im Gänsemarsch Richtung Waadtland.

Genf muss nun gewinnen, um den Heimvorteil zurückzuholen. Trainer Patrick Emond wird seine Reihen neu mischen – ein Wechsel im Tor kommt nicht infrage, Roberto Romano bleibt die Nummer eins. Berni selbst will mit hartem Checking und schnellen ersten Pässen die Lausanner Topscorer lähmen. «Wir haben nichts zu verlieren, das macht uns gefährlich», sagt er.

Die Luft ist dünn, die Saison auf des Messers Schneide. Für Berni steht fest: «Wer jetzt den Kopf hängen lässt, fliegt raus.» Freitagabend entscheidet sich, ob Genf die Serie zurück nach Genf holt – oder ob Lausanne vorzeitig jubelt. Der Countdown läuft, die Eismaschine in Malley ist bereits auf Höchstleistung vorgeheizt.