Benevento dreht den spieß um und schickt catania auf die verlierstraße

Die Serie-C-Spitze bebt: Benevento wirft Catania mit einem 2:1-Knaller aus der Spur, Cosenza fegt Potenza vom Platz und Salernitana patzt erstmals unter Serse Cosmi – der Aufstiegskampf entlädt sich in einem 48-Stunden-Erdbeben.

Mignani wird zum super-joker

Floro Flores kann sich wieder die Nase putzen. Sein Benevento lag gegen Catania bereits zurück, als Fabio Casasola noch den Pfosten schüttelte und Francesco Lunetta die Gäste in Führung schoss. Doch dann schlug die Stunde von Lamesta, der per Freistoß den Ausgleich besorgte, und eben jener Mignani, der sieben Tage nach seinem Siegtreffer gegen Turris erneut in der 85. Minute einschob und die Tabellenführung auf plus zehn Zähler ausbaute. Catania bleibt bei 52 Punkten stehen – ein Rückstand, der sich in der Restserie kaum mehr kitten lässt.

Weiter unten in der Tabelle schraubt sich Cosenza dank eines 4:1-Kantersiegs in Potenza auf Rang drei. Doppeltorschütze Emmausso glänzt, Selleri bringt die Gäste kurzzeitlich zurück, doch Florenzi, der eingewechselte Dametto und erneut Emmausso vom Punkt machen den Deckel zu. Die Calabresen überholen Salernitana, die in Caserta ihr erstes Debakel unter Coach Cosmi kassiert – Butic trifft nach 37 Minuten, Donnarumma pariert Llano den fälligen Elfmeter, doch die Amalfitaner finden keine Antwort.

Gomez lässt crotone jubeln

Guido Gomez schreibt seine eigene Geschichte. Mit zwei Treffern gegen Cavese zieht der Stürmer seine Saisonbilanz auf 16 Tore und schießt Crotone auf Rang fünf – ein Playoff-Platz, der vor Wochen noch wie ein Luftschloss wirkte. Die Cavese kassiert die vierte Niederlage im fünften Spiel und rutscht auf Platz zwölf ab.

Am unteren Tabellenende wird die Lage immer vertrackter. Foggia kassiert in Altamura die achte Pleite in Folge, Latina beendet eine sechs Spiele dauernde Durststrecke und der Trapani-Krise droht die Exklusion: Am Montag muss der Klub vor dem Tribunale Nazionale diurnale erscheinen, die Staatsanwaltschaft fordert den Ausschluss aus dem Wettbewerb. Dazu ein 2:4 in Cerignola – Gambale trifft doppelt, Celeghin erhöht per Elfmeter, doch die Gäste reisen mit leeren Händen und einem leeren Konto ab.

Der Kampf um den Klassenerhalt bleibt offen wie nie: Zwischen Platz zwölf und Platz 17 trennen nur drei Punkte. Der nächste Spieltag kommt garantiert ohne Beruhigungsmittel aus.