Ben seghir spuckt sich ins abseits – vier spiele gesperrt
Salim Ben Seghir hat es geschafft: Mit einem einzigen Speichelkloß verwandelte der Franzose das Stadion von Neuchâtel in ein forensisches Labor. Die Kamera erwischte ihn – und prompt flog er für vier Spiele raus.
Der Vorfall passierte am 22. Februar, als Xamax im heimischen Stade de la Maladière gegen Vaduz verlor. Nicolas Hasler lief an ihm vorbei, Ben Seghir spuckte. Der Schiedsrichter sah nichts, die Linse schon. Die SFL-Disziplinarkommission schraubte die Strafe zunächst auf fünf Spiele. Rekurs. Eine Partie wurde gestrichen. Fertig ist das halbe Dutzend.

Provokation als mildernder umstand
Der Präsident der Kommission stützte die Reduzierung darauf, dass Hasler zuvor provoziert habe. Was genau gesagt wurde, bleibt unter Verschluss. Klar ist nur: Ben Seghir wird bis Ende April auf der Tribüne sitzen – vier Liga-Spiele plus die Pokal-Entscheidung, falls Xamax weiterkommt.
Für den Linksaußen ein veritabler Karriere-Knick. Er verpasst die Duelle gegen Vaduz, Wil, Stade Nyonnais und Yverdon. Erst am 26. April darf er wieder gegen Bellinzona ran. Bis dahin sammelt der Klub Punkte ohne ihn – oder eben nicht.
Der Fall zeigt, wie schnell sich ein Moment der Rage in eine Saison-Story verwandelt. Die Challenge League ist kein Kindergarten, aber Speichel ist kein Spielzeug. Wer spuckt, fliegt. Punkt.
