Bellingham ist zurück – real nominiert den gefährlichen für das madrider feuer
Jude Bellingham steht wieder auf dem Formular. Nach 18 Tagen Zwangspause hat Real Madrid den Mittelfeld-Turbine für das heimische Derby gegen Atlético freigegeben. Die Nachricht fällt genau 210 Minuten vor dem Anpfiff ins Haus, sorgt für Jubel in der Blanco-Kurve und für kalte Schweißperlen bei Diego Simeone.
Die liste, die das bernabéu bebt
Trainer Raúl Arbeloa lüftete den Vorhang um 11:23 Uhr. Mit Bellingham kehrt nicht nur ein Spieler zurück – es kehrt die Seele des Champions-League-Siegers zurück. Der 21-Jährige hatte sich am 10. Mai im Training eine Sprunggelenk-Distorsión zugezogen, ausgefallen waren die Spiele gegen Betis, Celta und das Halbfinale-Hinspiel in München. Jetzt ist er „medizinisch frei“, wie es intern heißt. Ob von Beginn an oder als Joker, darüber schweigt der Klub. Die Anspannung steigt.
Der Kader liest sich wie ein Who-is-Who des europäischen Nachwuchses. Zwischen den Pfosten: Andrij Lunin, der ukrainische Wand, flankiert von Fran González und Sergio Mestre. Die Viererkette: Carvajal, Alaba, der Neuzugang Trent, der spanische U21-Nationalspieler Carreras, der unverzichtbare Rüdiger, der 19-jährige Huijsen und Diego Aguado. Das Zentrum: Camavinga, Valverde, Tchouameni – und nun eben auch Bellingham, der mit 23 Vorlagen in 41 Pflichtspielen die meisten Scorerpunkte aller Real-Mittelfeldspieler der letzten 15 Jahre aufweist.
Oben: Vinícius und Mbappé, ein Duo, das in dieser Saison bereits 52 Gegentore provoziert hat. Dazu Gonzalo, Brahim und der 16-jährige Mastantuono, der vor zwei Wochen gegen Alavés sein Debüt gab und damit zum jüngsten Spieler der Klubgeschichte avancierte.

Warum diese nomination mehr ist als ein name auf papier
Der Bellingham-Effekt ist messbar. Mit ihm gewann Real 77 Prozent der Ligaspiele, ohne ihn nur 57. Die Passquote im letzten Drittel stieg von 82 auf 89 Prozent, die Torschuss-Expected-Goals-Rate klettert um 0,34 Punkte pro Spiel. Zahlen, die Simeone kennt. Der Argentinier wird seine Raute umbauen, vermutlich auf eine Fünferkette wechseln, um die halbräumliche Durchschlagskraft des Engländers zu entschärfen.
Für das Bernabéu ist das Derby mehr als drei Punkte. Es ist ein Machttest vor 78 000 Fans, es ist die Frage, ob Atlético nach drei sieglosen Derbys endlich den Bann bricht. Der Countdown läuft. 21 Uhr, Lichter aus, Spot an. Bellingham wird lauern. Und ganz Madrid wird aufhorchen.
