Belgien gegen iran: regel-chaos und kuriose momente beim wm-duell

Dortmund – Ein Remis ohne Tore, aber mit einem Augenzwinkern des Schicksals: Belgien und der Iran trennten sich bei der WM 2026 torlos, doch das Spiel bot weit mehr als nur fußballerische Aktivität. Zwei neue FIFA-Regeln wurden zum Gesprächsthema, führten zu Verwirrung und beeinflussten den Spielverlauf auf unerwartete Weise. Ein unfreiwilliger Testlauf für die Zukunft des Fußballs.

Die minute der zögerlichkeit: trossards schmerz und die neue regel

Schon in der 49. Minute kam es zu einer brenzligen Situation. Alireza Jahanbakhsh von Iran traf Leandro Trossard von Belgien hart an der Wade. Der Arsenal-Stürmer ging zu Boden, sein Schmerz deutlich erkennbar. Was folgte, war überraschend: Ein medizinisches Team machte sich bereit, doch die Spieler auf dem Feld – allen voran Kevin De Bruyne – wiesen den Einsatz ab. Hier kam die neue FIFA-Regel ins Spiel. Hätte Trossard die medizinische Versorgung angenommen, hätte er eine Minute vom Spielfeld verschwinden müssen, bevor er wieder eingreifen konnte. Ein verpasster Standard, ein potenzieller Nachteil für Belgien. Stattdessen ließ der Offensivspieler die Schmerzen auf dem Platz ausklingen, ein kalkuliertes Risiko, das sich auszahlte, da Belgien in voller Besetzung weiterspielen konnte.

Erzatolahi verpasst die deadline: die zehn sekunden-regel

Erzatolahi verpasst die deadline: die zehn sekunden-regel

Aber das war noch nicht alles. Die Partie war geprägt von neuen Regeln. In der 85. Minute kam es zu einem weiteren kuriosen Zwischenfall. Saeid Ezatolahi vom Iran wurde ausgetauscht und verließ das Spielfeld. zu langsam. Schiedsrichter Dario Herrera war penibel in der Umsetzung der neuen Regel: Der nachfolgende Amirhossein Hosseinzadeh durfte erst nach einer Minute das Feld betreten, da Ezatolahi die vorgegebene zehnsekündige Frist überschritten hatte. Für einen kurzen Moment spielte der Iran in Unterzahl – parallel zu Belgien, das bereits seit der 67. Minute nach einem unglücklichen Notbremse-Foul von Nathan Ngoy dezimiert war.

Die FIFA hatte die Regel eingeführt, um Zeitspiel zu unterbinden. Im Fall von Belgien und dem Iran führte sie allerdings zu unerwarteten Konsequenzen und veränderte den Spielfluss erheblich. Eine Regel, die mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert, und die zeigt, dass die Anpassung des Fußballs an neue Zeiten nicht immer reibungslos verläuft. Die Fans blieben auf jeden Fall gefesselt von diesem ungewöhnlichen WM-Spiel, das mehr Regelinterpretationen als Tore bot.

Die nächste Hürde für beide Teams steht bereits vor der Tür. Ob sie die Regelwerke besser verstanden haben, wird sich zeigen. Eines ist jedoch gewiss: Das WM-Turnier 2026 wird auch weiterhin für Überraschungen sorgen, und die neuen Regeln werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.