Bayerns wintersport-helden nehmen abschied: preuß, rydzek & co. beenden ihre karrieren
- Franziska preuß: die biathlon-königin geht mit der kristallkugel
- Johannes rydzek: 17 jahre weltcup, 18 siege, 7 wm-titel
- Katharina schmid: sprung über 200 meter als letzter traum
- Romed baumann: der dauerläufer mit 387 rennen
- Andreas sander: krankheit beendet traum
- Johannes lochner: mit doppelgold in den ruhestand
- Georg hackl: nach 40 jahren ist schluss
- Ein sportjahrzehnt geht zu ende
Die bayerische Wintersportszene verabschiedet sich mit schwerem Herzen von ihren größten Stars. Franziska Preuß, Johannes Rydzek und Katharina Schmid – drei Namen, die Jahrzehnte lang für Triumph und Tränen standen, beenden ihre aktive Laufbahn. Ihre Erfolge sind in die Geschichtsbücher eingegangen, doch ihre Entscheidung markiert das Ende einer Ära.
Franziska preuß: die biathlon-königin geht mit der kristallkugel
Die 32-jährige Oberbayerin hatte ihren Rücktritt bereits vor Olympia angekündigt. Trotz enttäuschender Rennen in Norditalien ließ sich Preuß gebührend feiern. Mit 16 Weltcupsiegen, vier WM-Goldmedaillen und der Kristallkugel 2024/25 als krönendem Abschluss verlässt sie die Bühne als eine der erfolgreichsten deutschen Biathletinnen. Ihre Karriere war geprägt von Höhen und Tiefen – doch ihre Entschlossenheit machte sie zur Legende.

Johannes rydzek: 17 jahre weltcup, 18 siege, 7 wm-titel
Der Oberstdorfer Rydzek beendet nach 17 Jahren seine Karriere im nordischen Kombinieren. Mit zwei Olympiasiegen und sieben Weltmeistertiteln gehört er zu den erfolgreichsten Athleten seines Sports. Seine Konstanz und seine spektakulären Finishes machten ihn zur Publikumsliebling. „Es war eine unglaubliche Reise“, sagt er rückblickend – und die Zahlen geben ihm Recht.

Katharina schmid: sprung über 200 meter als letzter traum
Schmid verabschiedet sich mit sieben WM-Titeln und zwei Olympia-Silbermedaillen. Nach enttäuschenden Spielen in Norditalien erfüllte sie sich in Vikersund ihren letzten Traum: den Sprung über die magische 200-Meter-Marke. Für die Oberallgäuerin war das der krönende Abschluss einer Karriere voller Brillanz und Brüche.

Romed baumann: der dauerläufer mit 387 rennen
Der einstige Österreicher, seit 2019 für Deutschland startend, beendet seine Karriere nach 387 Weltcup-Rennen – darunter 167 Abfahrten, mehr als jeder andere. Mit zwei Weltmeisterschaftsmedaillen und zwei Weltcupsiegen verlässt er die Szene als einer der erfahrensten Speed-Spezialisten. „Die Zeit war reif“, sagt der 38-Jährige – und meint damit auch seine körperlichen Grenzen.

Andreas sander: krankheit beendet traum
Nicht alle gehen freiwillig. Sander muss seine Karriere nach einer mitochondrialen Dysfunktion beenden. Der 36-jährige Speed-Spezialist, WM-Silber 2021, hatte seit zwei Jahren kein Rennen mehr bestritten. Sein Abschied in der Axamer Lizum war emotional – und unfreiwillig. „Ich wollte noch einmal angreifen“, sagt er – doch der Körper hatte andere Pläne.

Johannes lochner: mit doppelgold in den ruhestand
Lochner beendet seine Karriere auf dem Höhepunkt. Mit zwei Goldmedaillen bei Olympia in Cortina d’Ampezzo und fünf Weltmeistertiteln verlässt der Berchtesgadener die Bühne als einer der erfolgreichsten Bobpiloten aller Zeiten. 42 Weltcupsiege sprechen eine klare Sprache: Er ging als Sieger – und als Legende.

Georg hackl: nach 40 jahren ist schluss
Nicht als Athlet, aber als Trainer verlässt Georg Hackl den Rodel-Zirkus. Nach über vier Jahrzehnten im Geschäft beendet der Berchtesgadener seine Karriere als österreichischer Bundestrainer. „Es war meine letzte Saison“, sagte er bereits im Dezember – und damit endet eine Ära, die Hackl als Sportler und Coach prägte.
Ein sportjahrzehnt geht zu ende
Mit diesen Karriereenden verschwinden nicht nur Namen, sondern ganze Epochen. Die bayerische Wintersportszene verliert ihre Ikonen – doch ihre Erfolge bleiben. Die nächste Generation steht bereit, doch diese Lücken werden schwer zu füllen sein. Die Zahlen sprechen für sich: über 1.000 Weltcup-Rennen, mehrere Dutzend Titel, unzählige Emotionen. Servus, Legenden – und danke für alles.
