Bayern-express rollt nach leverkusen: werkself muss die katastrophe verhindern
Die Münchner kommen. Mit dem 6:1 in Bergamo im Rücken und dem Gestank von Blut im Nacken rollt der Bayern-Zug am Samstag nach Ostwestfalen, wo Bayer Leverkusen gerade noch mal die Notbremse ziehen will. Die Werkself zittert nach dem späten 1:1 gegen Arsenal nicht nur um ihre Champions-League-Chancen – sie fürchtet sich vor einer Demontage, die die Saison endgültig in die Tonne treten könnte.
Die zahlen schreien: 16 tore in drei pflichtspielen
Seit der Länderspielpause hat Bayern München 16-mal eingenetzt. Drei Spiele, drei Siege, 16:2 Tore. Die Offensive um Kane, Musiala und Sané wirkt wie aufgedreht, die Defensive um Kim und Upamecano wie ein Betonklotz mit Turbo. Leverkusen? Seit fünf Liga-Partien ohne Sieg, nur vier Punkte aus den letzten fünf Spielen. Die Torkluke: gerade einmal drei Treffer.
Die Frage ist nicht, ob die Bayern gewinnen – sondern wie hoch. Die Buchmacher lassen bei einem Auswärtssieg der Münchner kaum mehr als 1,50 springen. Für Xabi Alonso wird es zur Stunde der Wahrheit. Der Trainer jongliert mit der Angst, erneut in der Nachspielzeit k.o. geschlagen zu werden, und mit der Erkenntnis, dass seine Dreierkette gegen die Münchner Räumdüse Kimmich zerreißen könnte.

Leverkusens letzte hoffnung: der gaskamin von bayarena
Die Stimmung im Stadion ist am Samstag um 15.30 Uhr der einzhe Hebel, den Leverkusen noch zu ziehen hat. 30.000 Kehlen, die gegen die Münchner Übermacht anschreien. Aber selbst das hatte in den vergangenen Jahren kaum gebremst: Seit April 2022 wartet die Werkstaff auf einen Heimsieg gegen die Bayern. Die letzte Pleite: 1:4, mit Neuer im Tor und Lewandowski auf dem Rasen – das sagt alles über die Dauerbelastung.
Für Thomas Tuchel ist es die Reise in die Vergangenheit. In Dortmund hat er die BayArena als gegnerisches Terrain erlebt, nun kommt er als Bayern-Coach zurück. Seine Botschaft an die Mannschaft: „Vollgas von der ersten Minute, keine Gnade.“ Die Münchner wollen vor dem Spitzenspiel gegen Stuttgart die Tabellenführung ausbauen – und Leverkusen ist nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zur Meisterschaft.
Die Wahrheit: Leverkusen braucht ein Wunder – oder zumindest ein frühes Tor, das die Bayern aus deren Rhythmus wirft. Sonst wird es eine weitere Klatsche, die die Saison endgültig in den Abgrund reisst. Der Countdown läuft. Anstoß Samstag, 15.30 Uhr. Wer nicht vor dem TV sitzt, findet den Liveticker von Sport BILD.de – dort wird jeder Schlag mitgeschrieben.
