Bayern zieht option früh: jessup bleibt bis 2028
11,4 Punkte, 59 von 61 Spielen, ein Vertrag bis 2028 – Justinian Jessup ist kein Geheimtipp mehr, sondern Bayerns neue verlässliche Konstante im verletzten Backcourt. Die Münchener zogen die vereinbarte Verlängerungsoption ein Jahr vor dem eigentlichen Stichtag, wie der Klub am Dienstag mitteilte.

Dragan tarlac nennt die kernaussage in einem satz
„JJ steht für ein sehr hohes Level an Professionalität und die Werte, die Bayern repräsentiert“, sagt Sportdirektor Dragan Tarlac und pusht damit den Shooting Guard endgültig in die Führungsriege. Der US-Amerikaner war erst im Sommer vom Finalisten ratiopharm Ulm gekommen, wo er zwei Saisons lang den Dreier zur Waffe erhob. Nun zieht er in München die nächste Konsequenz: Titelgewinn oder nichts.
Jessup selbst klingt, als hätte er nie woanders gespielt. „Ich fühle mich in Stadt und Verein sehr wohl“, sagt er und schiebt den Blick nach vorn: „Ziel ist es, die BBL zu gewinnen und die Saison stark zu beenden. Danach greifen wir wieder an.“ Kein Kauderwelsch, klare Kante – genau die Mentalität, die Trainer Gordon Herbert seit Wochen im Kurzinterview preist.
Die Zahlen sprechen ohnehin für sich: 38 Prozent von jenseits der Dreierlinie, 92 Prozent Freiwurffrequenz, dazu die zweitmeisten Punkte hinter Shabazz Napier. Dass er dabei kaum je ausfällt, verwandelt den 25-Jährigen zur Lebensversicherung in einem Kader, der sonst auf Nick Weiler-Babb, Andreas Obst und Paul Zipser verzichten musste.
Intern gelten Scottie Wilbekin-Gerüchte als heiß, doch zuerst einmal sichert Bayern das, was es hat: einen Dauerbrenner, der den Backcourt vor dem Kollaps bewahrt und nebenbei den Teamwert steigert. Die Ablöse aus Ulm war minimal, die Rendite längst im Plus. Wer so rechnet, verlängert früh – und schickt ein Signal an die Liga: München will 2024 endlich wieder den Pokal, und Jessup soll die Schützenlinie sichern.
