Deutsche darter kassieren leicester-klatsche – littler bleibt unsichtbar

Leicester – Die Pfeile deutscher Profis regneten am Montag in die Midlands-Gräben. Von 14 Tourcard-Inhabern überstanden nur Max Hopp und Arno Merk die Vorrunde, beide scheiterten in Runde zwei. Ein Desaster, das selbst Optimisten verstummen lässt.

Die zahlen sprechen eine klare sprache

14 Starter, 2 Überlebende, 0 Siege im Achtelfinale – das ist die ernüchternde deutsche Bilanz beim Players Championship 7. Während Ryan Searle souverän zum Titel griff und Altstars wie Anderson und van Barneveld nacheinander versenkte, verpassten Gabriel Clemens, Martin Schindler & Co. jede TV-Wirksamkeit. Die Konsequenz: Kein einziger deutscher Punkt für die Pro-Tour-Rangliste, der Kampf um die Play-off-Plätze wird zum Kraftakt.

Für James Wade war der Tag dagegen historisch. Mit seinem 1000. Sieg auf der Pro Tour schrieb der 41-Jährigeeine Marke, die wohl jahrelang Bestand hat. Die Trophäe des Tages? Nebensache – die Zahl zählt.

München ruft – doch der favorit fehlt

München ruft – doch der favorit fehlt

Schon heute geht es in Leicester weiter, ehe die Karawane zur Premier League und zum German Darts Grand Prix in die Münchner Olympiahalle zieht. Das Starterfeld am Dienstag verspricht Hochspannung: Jonny Clayton, Stephen Bunting und Michael van Gerwen wollen vor Ort Punkte sammeln. Was fehlt, ist der aktuelle Weltmeister und Premier-League-Spitzenreiter Luke Littler. Der 17-Jährige hat 2026 noch kein einziges Pro-Tour-Match bestritten – eine bewusste Pause oder taktisches Pokern? Die Antwort bleibt sein Geheimnis.

Sport1 überträgt nicht, der einzige verlässliche Stream bleibt pdc.tv. Wer deutsche Akzente sucht, muss sich auf Social-Media-Clips verlassen oder bis München warten. Dort will die TSV Pelkum Sportwelt live vor Ort berichten – mit oder ohne deutsche Hoffnungsträger.

Die Bilanz nach Leicester: Null Punkte, jede Menge Fragen. München muss Antworten liefern – sonst wird der Frühling für deutsche Darts noch kürzer als gedacht.