Bayern stolpert kurz vor münchen: psg patzt ebenfalls!

München atmet auf, Paris auch: Kurz vor dem alles entscheidenden Champions-League-Rückspiel gegen die Bayern hat sich der FC Bayern in der Bundesliga einen Punktverlust geleistet. Ein 3:3 gegen Heidenheim lässt die Fans des Rekordmeisters kurzzeitig erschaudern. Doch es gab auch Glück im Unglück: Die Pariser stolperten ebenfalls, was die Ausgangslage vor dem Duell am Mittwoch weiter verkompliziert.

Rotation bei psg: luis enrique überrascht mit neunerkontingent

Rotation bei psg: luis enrique überrascht mit neunerkontingent

Luis Enrique, der Trainer von Paris Saint-Germain, schien das Rückspiel gegen Bayern nicht im Fokus zu haben und präsentierte eine überraschende Aufstellung. Von der Anfangself im Hinspiel (5:4) blieben lediglich Pacho und Doué erhalten. Eine der gewagtesten Entscheidungen war der Einsatz von Senny Mayulu, der erst mit 19 Jahren in die erste Mannschaft berufen wurde. Ob diese Taktik sich als genialer Schachzug oder als vermeidbarer Fehler herausstellt, wird die kommende Woche zeigen.

Das Spiel gegen Lorient verlief turbulent. Nach nur sechs Minuten ging PSG durch ein Eigentor von Mbaye in Führung, das auf Assist von Doué zurückzuführen war. Doch Lorient konterte prompt und glich durch Pagis aus. Zaïre-Emery brachte die Pariser in der 62. Minute erneut in Führung, doch Aiyegun sorgte mit seinem Treffer in der 78. Minute für das endgültige 2:2.

Die Tabelle mag zwar weiterhin komfortabel für PSG aussehen – 31 Spiele, 71 Punkte und sieben Zähler Vorsprung vor Lens – doch der Fokus liegt unzweifelhaft auf dem Champions-League-Rückspiel. Mayulu betonte nach dem Spiel, dass man sich auf Mittwoch konzentrieren müsse. Und das ist auch gut so. Denn was für Bayern „das größte Plus“ sein könnte, könnte für PSG zum bitteren Verhängnis werden: die fehlende Konstanz.

Die Franzosen scheinen trotz ihrer individuellen Klasse und der taktischen Finesse Enriques nicht in der Lage, über die volle Distanz zu überzeugen. Das frühe Tor, die schnelle Antwort von Lorient, der späte Ausgleich – all das sind Warnsignale vor dem Duell mit einem Bayern-Team, das sich in der Allianz Arena neu erfunden hat. Denn eines ist klar: Wer am Mittwoch in München auftritt, muss bereit sein, eine Schlacht zu liefern – und die Pariser haben bewiesen, dass sie in solchen Schlachten nicht immer die besseren Waffen haben.