Bayern münchen zieht harte linie bei berater-gehältern an
Hoeneß kündigt konsequenzen in spielerberatung an
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat im Interview mit Bild eine deutlich härtere Gangart gegenüber Spielerberatern angekündigt. Anlass sind die seiner Meinung nach überzogenen Forderungen im Rahmen von Vertragsverhandlungen, insbesondere im Fall von Dayot Upamecano. Hoeneß kritisiert, dass die Leistungen der Berater zunehmend in keinem Verhältnis mehr zu den geforderten und oft auch gezahlten Honoraren stehen.

Upamecano-poker als auslöser
Die zähen Verhandlungen um die Vertragsverlängerung des Abwehrchefs Dayot Upamecano, die erst nach monatelangen Gesprächen zum Abschluss kamen, haben die Diskussion neu entfacht. Hoeneß hatte bereits im Kicker das Verhalten des Beraters des Franzosen scharf kritisiert und sich über dessen Vorgehensweise geäußert.

„Nein“ sagen zum berater-wahnsinn
„Wir werden verstärkt ‚Nein‘ sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen“, so Hoeneß. Er fordert eine klare Kommunikation nicht nur gegenüber den Beratern, sondern auch gegenüber den Spielern selbst. Es müsse deutlich gemacht werden, dass unverschämte Verhandlungen Konsequenzen haben können.
Direkte konsequenzen für spieler möglich
„Man kann auch dem Spieler einmal sagen: ‚Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.‘ So weit muss das gehen“, verdeutlicht Hoeneß die angestrebte Härte. Der Verein sei bereit, auch drastische Schritte zu gehen, um die Verhandlungsposition zu stärken.
Sanktionsliste für berater in erwägung
Als weiteren Schritt erwägt der FC Bayern München, eine Liste von Beratern zu führen, die sich unfair verhalten. Gegenüber diesen Beratern würde der Verein zukünftig auf Verpflichtungen der von ihnen vertretenen Spieler verzichten. Dies soll als abschreckende Wirkung dienen und die Berater zu einem faireren Umgang bewegen.
Ziele für zukünftige verhandlungen
Hoeneß betonte, dass es dem Verein wichtig sei, eine klare Haltung einzunehmen und die eigenen Interessen zu vertreten. Es gehe darum, die finanzielle Stabilität des Vereins zu gewährleisten und eine ausgewogene Verteilung der Einnahmen sicherzustellen. Die Verhandlungen mit Beratern sollen zukünftig transparenter und fairer ablaufen.
Upamecano-vertrag bis 2030
Trotz der schwierigen Verhandlungen
konnte Dayot Upamecano letztendlich am vergangenen Freitag seinen auslaufenden Vertrag bis zum Sommer 2030 verlängern. Dies zeigt, dass der Verein trotz der angestrebten Härte bereit ist, in wichtige Spieler zu investieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.