Bautista rettet spanischen stolz: überraschungsmann llamas folgt

Rom tobte, die spanische Tennis-Delegation schwitzte – bis Roberto Bautista-Agut mit einem hart erkämpften Sieg gegen Francesco Maestrelli den Dämpfer des Tages abwenden konnte. Nach einer Reihe von Enttäuschungen war es der erfahrene Routinier, der das Ruder herumriss und den ersten Hoffnungsschimmer für Spanien im Foro Italico entfachte.

Junge wilden zeigen ebenfalls kampfgeist

Junge wilden zeigen ebenfalls kampfgeist

Doch Bautista war nicht allein. Pablo Llamas, ein Name, der den Tennis-Fans in Jerez noch lange in Erinnerung bleiben wird, fügte sich mit einem weiteren wichtigen Sieg in die Riege der Hoffnungsträger ein. Der 22-Jährige bezwang den US-Amerikaner Ethan Quinn in einem packenden Dreisatzspiel und demonstrierte ungebremst seinen Siegeswillen.

Bautista-Agut, dessen Karriere in Kürze zu Ende gehen könnte, ließ sich gegen Maestrelli, den er in zwei Sätzen schlug (6:3, 7:6(2)), nicht von dessen aggressivem Spielstil einschüchtern. Der Italiener, dessen Aufschlagspiel beeindruckte – acht Asse und 26 Gewinnerbälle – kassierte letztlich zu viele unerzwungene Fehler (28 gegen lediglich 13 des Spaniers). Ein taktisch kluges Spiel des Routiniers, der seine Erfahrung ausspielte und die wenigen Breakchancen konsequent nutzte.

Llamas hingegen musste sich gegen Quinn in einem epischen Kampf von über zwei Stunden und dreißig Minuten behaupten. Nach einem schnellen ersten Satzverlust (3:6) und einem knappen zweiten Durchgang (5:7) zeigte der junge Spanier aber seine mentale Stärke und sicherte sich den dritten Satz deutlich mit 6:3. Die 50 unerzwungenen Fehler des US-Amerikaners und Llamas’ Fähigkeit, diese zu bestrafen, waren der Schlüssel zum Erfolg.

Die Bilanz des Tages für Spanien ist gemischt. Neben den Erfolgen von Bautista und Llamas gab es auch Enttäuschungen. Daniel Mérida scheiterte bereits am heutigen Morgen überraschend deutlich an Nikoloz Basilashvili. Der Georgier präsentierte sich in Topform und demonstrierte mit 44 Gewinnerbällen und sieben Asse seine schlagkräftige Power. Mérida kämpfte zwar verbissen, fand aber kaum Mittel gegen das aggressive Spiel des Gegners.

Rafa Jódar und Alejandro Davidovich, die sich bereits für die zweite Runde qualifiziert hatten, werden am Freitag ihr Debüt geben. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Bautista und Llamas ihren Erfolgsweg fortsetzen und Spanien in Rom zu neuen Erfolgen führen können. Brandon Nakashima und Moutet sind die nächsten Gegner. Llamas’ Sieg ist ein Signal: Der spanische Tennis-Nachwuchs ist da und bereit, die etablierten Kräfte herauszufordern – ein Grund zur Hoffnung für die Zukunft des spanischen Tennissports.