Baumgart und dinges pfeifen erstes frauen-pokalfinale – badener gespann kassiert dämpfer-kader
Fabian Baumgart und Philipp Dinges haben es geschafft, doch der Preis war hoch: Für das Finale der Frauen beim Haushahn Final4 hat Baumgart seinen Internationalen Status abgegeben, Dinges musste aus dem Anschlusskader aufsteigen. Jetzt leiten sie am 3. Mai in Stuttgart das Endspiel um den DHB-Pokal – ihre Premiere auf dem größten deutschen Parkett.
550 Einsätze zählen sich aus
Baumgart bringt über 550 DHB-Spiele mit, Dinges mehr als 450. Seit Januar 2024 bilden sie ein Duo, nachdem ihre langjährigen Partner die Pfeifen an den Nagel hängten. Der erste Höhepunkt: das Halbfinale der Männer 2025 zwischen MT Melsungen und HBW Balingen-Weilstetten. „Die beiden gehören zu den Top-Gespannen, sie haben sich das Finale verdient“, sagt Jutta Ehrmann, Schiedsrichterchefin des DHB. Doch die Nominierung kommt mit einem Paukenschlag: Erstmals werden nicht drei, sondern vier Gespannen eingesetzt – wie bei den Männern.
Die Regeländerung sorgt für Frischfleisch. Marvin Cesnik und Jonas Konrad sowie Markus Kauth und Andre Kolb debütieren im Final4. Sie pfeifen die Halbfinale, während das Bronze-Match die erfahrenen EHF-Schiedsrichterinnen Sophia Janz und Rosana Sug übernehmen. Die alte Logik – Halbfinale bedeutet automatisch Spiel um Platz drei – ist damit passé.

Im offiziellentisch sitzt macht
Frank Wenz, Jürgen Rieber und Marc Fasthoff stehen als Delegierte bereit. Drei Namen, die im DHB-Schiedsrichterwesen jede Hierarchie kennen. Sie kontrollieren, ordnen, bewerten – und treffen sich mit 120 regionalen Kollegen bei „Breite trifft Spitze“. Keynote kommt von Simon Reich, Ex-Top-Schiedsrichter und letztjähriger Final-Leiter der Männer. Er wird den jungen Referees erklären, warum man auch nach 370 DHB-Spielen noch lernen kann, dass der Druck nie weniger wird – und dass der nächste Pfiff immer der wichtigste ist.
Für Baumgart und Dinges ist das Finale keine Zielsonne, sondern ein Aufschlag. Wer in Stuttgart pfeift, der zählt zur absoluten Spitze. Und wer dort oben ist, darf nicht mehr runterfallen.
