Baumann auf der bank: stein schimpft – und verrät, wie er reagiert hätte!

Oliver Baumann, der verlässliche Rückhalt im DFB-Tor, muss sich mit einer Zuschauerrolle bei der WM in Kanada, den USA und Mexiko begnügen. Ein Umstand, der nicht nur Fans, sondern vor allem den ehemaligen Nationaltorwart Uli Stein auf die Palme bringt. Der 71-Jährige teilt in einer scharfen Kritik seine Unverständnis über die Entscheidung und die Art und Weise, wie der DFB diese kommuniziert.

Die bank als demütigung: baumanns perspektive

Stein, der die deutsche Torwart-Szene seit Jahrzehnten verfolgt, lässt keine Zweifel an seiner Meinung: „An Baumanns Stelle hätte ich nicht mitgeflogen.“ Er zeigt kein Verständnis dafür, dass ein Leistungsträger wie Baumann, der sich in der Qualifikation bewiesen hat, so behandelt wird. Die Entscheidung, Manuel Neuer vor Baumann zu stellen, hält Stein für einen Fehler, der die Moral im Team beeinträchtigen könnte. Es ist eine Situation, die er als „unhaltbar“ bezeichnet.

Neuer unter dem sucher: ein urteil fällt hart aus

Neuer unter dem sucher: ein urteil fällt hart aus

Doch die Kritik von Stein beschränkt sich nicht nur auf die Personalentscheidung. Er schlägt auch ein deutliches Urteil über die aktuelle Form von Manuel Neuer aus. „Im Tor sehe ich diese Strahlkraft und Extraklasse schon länger nicht mehr“, so Stein. Er erinnert an die WM 2022 in Katar und die EM in Deutschland, wo Neuers Leistung seiner Meinung nach „objektiv nicht mehr top“ war. Die wenigen Höhepunkte der letzten zwei Jahre, wie das Champions-League-Viertelfinale in Madrid, konnten diesen Eindruck nicht zunichtemachen. Stattdessen spricht Stein von „vielen unglücklichen Aktionen und Gegentoren, fehlender Dynamik und Explosivität.“

Die kommunikation des dfb: fehl am platz

Die kommunikation des dfb: fehl am platz

Besonders empört ist Stein über die Art und Weise, wie Bundestrainer Julian Nagelsmann und der DFB die Personalfrage kommunizieren. Er hält die Kommunikation für „falsch“ und kritisiert, dass Baumann nicht die Chance erhalten hat, sich bei der WM zu beweisen. Die Verbandspolitik, so Stein, zeige hier ein Bild, das wenig mit dem ehrlichen Sport zu tun hat.

Ein realistischer blick: stein räumt neuers wert ein

Ein realistischer blick: stein räumt neuers wert ein

Trotz seiner deutlichen Kritik räumt Stein ein, dass Neuer durchaus Wert für die Mannschaft haben kann. Er ist „nicht irgendwer, sondern als Typ mit seiner Erfahrung und Aura jemand, der intern und nach außen in der langen Zeit des Zusammenseins in kritischen Phasen des Turniers positiv auf Prozesse einwirken kann.“ Allerdings relativiert er dies sofort: Neuer sei ein „erfahrener Leistungssportler, der zudem aufgrund von Verletzungen zuletzt immer weniger in den Rhythmus fand.“

Fazit: ein unklares signal

Fazit: ein unklares signal

Stein kommt zu dem Schluss: „Sportlich – und im Grunde auch medizinisch – ist diese Rückkehr insgesamt nicht nachvollziehbar. Ich sehe darin leider null Sinn.“ Eine kleine Hoffnung lässt er jedoch offen: Sollte die deutsche Nationalmannschaft bei der WM überzeugen, wäre er bereit, seine Meinung zu revidieren. Doch bis dahin bleibt Stein bei seiner deutlichen Kritik an der Personalentscheidung und der Kommunikation des DFB.