Bastoni: der pfeif-mob muss aufhören
Ein Pfiff trägt sich einen Kilometer weit. Die sozialen Netzwerke tragen ihn um die ganze Welt – und treffen dabei auch Menschen, die nichts damit zu tun haben. Alessandro Bastoni hat simuliert. Er hat gelogen. Er hat danach gejubelt. Das war falsch, und er weiß es. Aber was seitdem über ihn und seine Familie hereingebrochen ist, überschreitet jede Grenze des Sports.
Ein fehler, der längst bezahlt wurde
Vom Stadion in Lecce bis nach Como – Bastoni wurde ausgepfiffen. Jede Berührung mit dem Ball, jede Bewegung auf dem Rasen. Die alten Guanchen auf den Kanarischen Inseln kommunizierten mit Pfiffen über zehn Kilometer. Bastoni hat diese Distanz um das Hundertfache übertroffen – nicht durch Können, sondern durch einen Moment der Schwäche, der ihn zum Ziel eines kollektiven Lynchens gemacht hat.
Hat er sich entschuldigt? Ja. Nicht überschwänglich, nicht mit großem Theater – aber er hat es getan. Ein Anruf bei Kalulu persönlich wäre noch stärker gewesen. Trotzdem: Der Sportrichter hat keine Sperre verhängt, die sozialen Netzwerke hingegen haben seine Familie mit Hass überschüttet. Das ist keine Gerechtigkeit. Das ist Rache.

Fabregas sagt das, was viele nicht hören wollen
Cesc Fabregas, Trainer des FC Como, hat es auf den Punkt gebracht: „Bastoni hat einen Fehler gemacht, das passiert unter Druck. Er hat sich entschuldigt, er wird es nicht wiederholen. Er ist ein guter Junge, man muss ihn schützen – er wird Kapitän der Nationalmannschaft sein.
