Baskonia triumphiert erneut: maccabi trotzigt, verliert aber!

Vitoria-Gasteiz bebte, und zwar nicht nur wegen der leidenschaftlichen Anhänger im Buesa Arena. Baskonia präsentierte sich erneut von seiner besten Seite und bezwang Maccabi Tel-Aviv mit 101:98 in einem packenden Duell. Nach zuvor errungenschaften Siegengegen Hapoel Jerusalem beweist das Team von Paolo Galbiati eindrucksvoll seine aktuelle Form.

Ein dramatisches spiel voller wendungen

Das Spiel war von Anfang an ein Offensivspektakel, wie es die Aufeinandertroffnungen zweier der offensivstärksten Teams der EuroLeague versprach. Bereits die ersten Minuten zeigten einen hohen Scorbild, mit schnellen Antworten von Trent Forrest und Looney Walker. Maccabi übernahm früh die Führung, eine zehn Punkte Differenz schien das Spiel zu dominieren, doch Baskonia konterte mit einem stärkeren, überlegten Spiel.

Das zweite Viertel brachte eine Beruhigung des Tempos, während beide Mannschaften mit Fehlern und Ballverlusten kämpften. Ein 0:8-Lauf von Maccabi ließ Baskonia erneut in Rückstand geraten, wobei Roman Sorkin in der Zone für die Israelis gefährlich wurde. Doch ein Dreier von Markus Howard vor der Pause hielt die Spannung aufrecht, 44:53 zur Halbzeit.

Das dritte Viertel wurde zur entscheidenden Phase. Baskonia präsentierte sich von seiner besten Seite und legte einen beeindruckenden 8:0-Run hin, gefolgt von einem weiteren dominanten Auftritt, der durch einen 40:19-Viertelstand kulminierte. Markquis Nowell war hierbei nicht nur in der Punktejagd, sondern auch in der Verteidigung ein entscheidender Faktor. Die Basken gingen erstmals in Führung.

Obwohl Maccabi versuchte, mit einem 0:5-Lauf zurückzuschlagen, behielt Baskonia die Kontrolle. Jimmy Clark III führte Maccabi im letzten Viertel an, doch ein entscheidender Dreier von Markquis Nowell, der sich in diesem Spiel als ungemein wertvoll erwies, zementierte den Sieg für Baskonia. Zwei Freiwürfe von Tim Luwawu-Cabarrot im Schlusssekunde besiegelten das Schicksal der Israelis.

Tim Luwawu-Cabarrot war mit 21 Punkten und einer Wertung von 26 der herausragendste Spieler auf Baskonia-Seite, doch der Einfluss von Markquis Nowell im dritten Viertel darf nicht unterschätzt werden. Bei Maccabi glänzten Looney Walker mit 23 und Jimmy Clark III mit 26 Punkten, aber ihre Bemühungen reichten letztendlich nicht aus.

Die folgen des sieges

Die folgen des sieges

Dieser Sieg festigt Baskonias Position in der EuroLeague und unterbricht die Erfolgsserie von Maccabi, dessen Chancen auf einen Play-in-Platz dadurch erheblich geschrumpft sind. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Baskonia übertraf Maccabi in fast allen Bereichen des Spiels, insbesondere im Rebounding und in der Effizienz in der Verteidigung.

Das Spiel zeigte einmal mehr, dass die EuroLeague eine der spannendsten und unvorhersehbarsten Ligen der Welt ist. Baskonia hat bewiesen, dass es zu den Top-Teams gehört, während Maccabi nun gezwungen ist, seine Strategie zu überdenken, um in den verbleibenden Spielen noch eine Chance auf die Playoffs zu haben.