Basketball-legende dule vujosevic stirbt mit 68 jahren

Belgrad – Der serbische Basketballweltmeistertrainer Dusko „Dule“ Vujosevic ist im Alter von 68 Jahren in seiner Heimatstadt Belgrad verstorben. Eine Ära geht zu Ende, eine Legende schliesst sich für immer. Seine Verdienste für den europäischen basketball sind unbestritten und seine Spieler werden ihn in ewiger Dankbarkeit erinnern.

Ein vermächtnis aus talenten und intellektuellem anspruch

Ein vermächtnis aus talenten und intellektuellem anspruch

Vujosevic, geboren in Montenegro, begann seine Trainerkarriere bereits mit 17 Jahren bei Partizan Belgrad. Er war nicht nur ein Taktiker, sondern auch ein Mentor, der seinen Spielern nicht nur das Basketballspiel, sondern auch die Liebe zur Literatur vermittelte. Er verteilte Bücher, um ihre Köpfe zu beflügeln und ihren Geist zu schärfen – ein ungewöhnlicher, aber effektiver Ansatz, der ihn von vielen anderen Trainern unterschied. Djordjevic, Danilovic, Divac – diese Namen sind untrennbar mit seinem Namen verbunden, denn er brachte sie in den Profibereich.

Seine Erfolgsbilanz liest sich beeindruckend: fünf jugoslawische Meisterschaften, sechs serbische Meisterschaften, drei serbische Pokale und der prestigeträchtige Korać-Pokal. Doch über die Titel sprechen die jungen Spieler, die er geprägt hat, am lautesten. Sie waren nicht nur Athleten, sondern auch Individuen, die durch seine harte, aber stets faire Hand geführt wurden.

Neben Partizan betreute Vujosevic im Laufe seiner Karriere Vereine wie Mladost Zemun, Granada, Steaua Bukarest, Buducnost, Radnicki und CSKA Moskau. Er war auch Nationaltrainer für Serbien, Montenegro und Bosnien. Es war stets sein Anspruch, aus jungen Talenten gestandene Profis zu formen, und er verstand es wie kaum ein anderer, das Potenzial seiner Spieler zu erkennen und zu fördern.

Die Nachricht von seinem Tod hat die Basketballwelt erschüttert. Er hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Ein Mann, der den Sport nicht nur durch seine taktische Brillanz, sondern auch durch seine Persönlichkeit bereichert hat. Seine Methoden waren unorthodox, aber sie brachten Erfolg – und vor allem formten sie Menschen.