Barcelona-schock: hamilton triumphiert, mercedes am boden!

Barcelona – Ein Schock für die Formel 1: Lewis Hamilton hat im Ferrari seinen ersten Sieg errungen – und damit nicht nur eine persönliche Bestmarke gefeiert, sondern auch die Titelfavoriten Mercedes in gravierende Bedrängnis gebracht. Die Parallelen zu Michael Schumachers Triumph vor 30 Jahren sind verblüffend, doch während Schumacher damals eine Ära einleitete, wirft Hamiltons Sieg nun ernsthafte Fragen nach der Mercedes-Dominanz auf.

Mercedes' zuverlässigkeit in frage gestellt

Drei Monate lang schienen die Silberpfeile unschlagbar, doch in Barcelona offenbarte sich eine erschreckende Anfälligkeit. Sowohl Russell als auch Antonelli mussten ihre Rennen vorzeitig beenden, ein Desaster, das Toto Wolff offen zur Kenntnis nahm: „Das darf nicht passieren, wenn man eine Weltmeisterschaft fahren will.“ Die Ausfälle sind nur die Spitze des Eisbergs. Das interne Duell zwischen Russell und Antonelli kostete das Team wertvolle Zeit im Kampf gegen Hamilton, ein Fakt, den man bei Mercedes bitterlich bereut.

Hülkenbergs pechsträhne reißt nicht

Hülkenbergs pechsträhne reißt nicht

Auch für Nico Hülkenberg und Audi war das Wochenende alles andere als ideal. Nach dem verpassten Punktegewinn in der Vorwoche aufgrund einer Strafe schien er in Barcelona kurz vor den Durchbruch zu stehen, doch ein unglücklicher Zwischenfall beendete seine Hoffnungen abrupt. Ein Stück Kies, das von einem Vordermann aufgewirbelt wurde, traf den Not-Aus-Schalter, und Hülkenbergs Rennen war beendet. „Das ist mir in 16 Jahren Formel 1 noch nie passiert“, kommentierte der Deutsche frustriert. Eine bittere Pille für Audi und Hülkenberg, der sich weiterhin mit einem Fluch herumplagt.

Russells stagnation und alonsos vorahnung

Russells stagnation und alonsos vorahnung

George Russell, der von der Pole-Position gestartet war, konnte sich trotz Antonellis Ausfall nur wenig Trost schöpfen. Er war der langsamere Mercedes, musste seinen Teamkollegen ziehen lassen und wirkte frustriert. Statt eines Neuanfangs deutet alles darauf hin, dass er weiterhin keine Antwort auf das Rätsel Antonelli gefunden hat. Ein düsteres Bild für den Briten. Fernando Alonso hingegen hatte bei seinem letzten Heimrennen eine gewisse Vorahnung, wie er bei der Fahrerparade verkündete: „Ich bleibe hier und schaue das Rennen. Das ist besser als im Auto.“ Sein Aston Martin gab wenig später den Geist auf, doch er sorgte mit seinem Ausfall für das Virtual Safety Car, das Hamilton den Sieg erheblich erleichterte.

Die Erkenntnisse aus Barcelona sind eindeutig: Lewis Hamilton ist zurück, Mercedes ist verwundbar, und Nico Hülkenberg muss sich seinem Pechsträhne stellen. Die Formel 1 präsentiert sich von ihrer unberechenbarsten Seite – und das ist gut so.