Barcelonas schiedsrichter-misere: eskalation und interne probleme

Barcelonas schiedsrichter-misere: eskalation und interne probleme

Der FC Barcelona steckt in einer gefährlichen Spirale, in der die Schiedsrichterentscheidungen zunehmend in den Fokus rücken. In Katalonien spricht man seit Tagen, eigentlich schon die gesamte Saison, kaum noch über etwas anderes. Doch in der vergangenen Woche hat sich die Situation dramatisch zugespitzt: Spieler, Trainer, Vereinsverantwortliche, Fans und sogar Präsidentschaftskandidaten haben sich in die Debatte eingemischt – und das mit einer ungewöhnlichen Vehemenz.

Der auslöser: das pokal-halbfinale gegen atlético

Auslöser war die Schiedsrichterleistung von Martínez Munuera im Pokal-Halbfinale gegen Atlético Madrid. Die Annullierung des Tores von Cubarsí und die unterschiedliche Bewertung ähnlicher Situationen – beispielsweise die Fouls von Giuliano oder der Platzverweis von Eric García – lösten Reaktionen aus, die es in dieser Form zuvor nicht gegeben hatte. Ein Video analysiert die strittige Szene um Cubarsís Tor (siehe unten).

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Direkter kontakt und beschwerdebrief

Direkter kontakt und beschwerdebrief

Nach dem Spiel suchte Trainer Hansi Flick das Gespräch mit Schiedsrichter Martínez Munuera. Er klopfte an dessen Tür und diskutierte die umstrittenen Szenen. Ein solches Verhalten war bisher untypisch für den Coach. Obwohl er betonte, dass es sich um ein konstruktives Gespräch handelte, signalisiert diese Initiative doch eine gewisse Nervosität. Der Verein reagierte ebenfalls und zwar mit einem scharfen Brief an Rafael Louzán, in dem er sich über die Schiedsrichterentscheidungen beschwerte. Der Brief enthielt mehrere Beispiele für inkonsistente Entscheidungen, die stets zu Ungunsten des FC Barcelona ausfielen.

Die reaktion und weitere vorwürfe

Die reaktion und weitere vorwürfe

Als Antwort auf diesen Brief wurde dem Real Madrid ein fragwürdiger Elfmeter zugesprochen. Zudem wurde Soto Grado für das Spiel Girona-Barcelona angesetzt – ein Schiedsrichter, gegen den die Katalanen in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen gemacht hatten, wie die katalanische Presse schnell verbreitete. Und Soto Grado übersah im Spiel gegen Girona eine klare Fehlentscheidung gegen Koundé beim zweiten Gegentor. Zudem äußerten sich Joan Laporta und Víctor Font (mit Androhung von Klagen, sollte Font gewählt werden) weiter kritisch.

Ein verändertes verhalten

Ein verändertes verhalten

In der vergangenen Saison war es ein Verdienst des FC Barcelona, dass der Verein – und insbesondere die Mannschaft – die Schiedsrichterentscheidungen weitgehend ignorierte. Hansi Flick forderte seine Spieler klar auf, sich nicht zu beschweren, sondern sich auf das Spiel zu konzentrieren. Er wollte nicht, dass sie Energie in diese Diskussionen investierten. Doch in dieser Saison verschwenden sie diese Energie. Die Proteste sind allgegenwärtig, Flick hat sich in diese Dynamik eingefügt – ein Verhalten, für das Xavi zuvor stark kritisiert wurde – und Spieler wie De Jong werden eher mit dem Protestieren gegen Schiedsrichter als mit dem Erzielen entscheidender Tore assoziiert.

Die eigentlichen probleme des teams

Die eigentlichen probleme des teams

Es ist unbestreitbar, dass einige Schiedsrichterentscheidungen dem FC Barcelona schaden, aber das Team hat auch erhebliche Probleme, die nicht angegangen werden. Hier sollten sich Trainerteam und Spieler ihre ganze Energie investieren, denn die Diskussionen um die Schiedsrichter sind, ob berechtigt oder nicht, letztendlich nur ein Nebenschauplatz.

  • Defensive Schwächen: Die Mannschaft verteidigt schlecht, und das schon seit Saisonbeginn. Die Abseitsfalle funktioniert nicht mehr und der Pressingaufwand ist gering.
  • Mangelnde Effizienz: Im Angriff fehlt es an Effizienz. Die Mannschaft erzeugt viel, erzielt aber nicht die erhofften Tore.
  • Wichtige Ausfälle: Die Abwesenheit von Raphinha wiegt schwer, da die meisten Niederlagen in Spielen ohne ihn entstanden sind. Auch Pedri fehlt, dessen Spielmacherqualitäten für ein Team, das ohne ihn verloren wirkt, unerlässlich sind.