Barcelona schnappt sich gordon: kann der engländer den unterschied machen?
Ein überraschender Transfer erschüttert die Fußballwelt: Anthony Gordon, das vielversprechende Talent von Newcastle United, wechselt für eine Ablösesumme von 70 Millionen Euro plus 10 Millionen Euro in Variablen zum FC Barcelona. Die Frage, die nun auf den Lippen vieler Fans und Experten liegt: Was kann der 22-Jährige überhaupt leisten? Ein Spieler dieser Preisklasse muss schließlich mehr als nur Potenzial mitbringen.
Vielseitigkeit als trumpf – aber wo genau passt er hin?
Gordon ist bekannt für seine außergewöhnliche Vielseitigkeit. Der englische Nationalspieler kann auf nahezu jeder Position im Angriff aushelfen – als linker oder rechter Flügelspieler, aber auch als Mittelstürmer. Carlo Ancelotti brachte ihn bei Everton mit 18 Jahren in der Premier League zum Einsatz, zunächst auf dem rechten Flügel. Doch im Laufe der Zeit fand er sich immer mehr auf der linken Seite wieder, bis das Spiel mit dem Querpassen zu seiner bevorzugten Position wurde.
Seine Spielweise ist dabei interessant: Im linken Halbraum, wo er Raphinha ähneln mag, bevorzugt er es, sich nach innen zu ziehen und mit einem schnellen Dribbling und einem Schuss oder einer Flanke für Gefahr zu sorgen. Ein klassischer Außenspieler, der nach außen zieht, ist er jedoch eher selten. Gordon ist ein Spieler, der den Ball gerne mehrere Male verarbeitet, bevor er ihn abgibt. Er sucht aktiv nach Möglichkeiten für Kombinationen, insbesondere für vertikale Pässe, die das Spiel schnell vorantreiben.
Seine Stärken liegen nicht im Abschluss, sondern im Spielaufbau. Als Mittelstürmer agiert er deutlich anders als am Flügel. Er ist kein klassischer Targetspieler, der hohe Bälle festmachen kann. Seine Stärken liegen vielmehr in seiner Beweglichkeit und seiner Fähigkeit, sich blitzschnell zwischen die Linien zu bewegen. Er versucht, mit kurzen Pässen zu spielen und den Gegner aus der Position zu locken, um dann mit einem schnellen Antritt in den Rücken der Abwehr zu starten. Seine Geschwindigkeit ist dabei ein entscheidender Faktor.
Gordon ist einer der schnellsten Spieler in der Premier League und legt oft lange Strecken mit hoher Intensität zurück. Er ist kein Torjäger im Stile eines Marcus Rashford, sondern ein Spieler, der seine Chancen vor allem aus dem Halbfeld sucht. Mit der rechten Fuß ist er gefährlicher, während er mit links eher seltener zum Schuss kommt. Bei Standardsituationen ist er zwar als Elfmeterschütze vorgesehen, doch seine Stärke liegt eher in der Unterstützung des Spiels durch schnelle Konter und Kombinationen.

Defensive arbeit und die herausforderung in der rückwärtsbewegung
Ein Aspekt, den der FC Barcelona ebenfalls positiv bewertet hat, ist Gordons Einsatzbereitschaft in der Defensive. Allerdings ist er in der Rückwärtsbewegung nicht immer der aktivste Spieler und neigt dazu, sich hier etwas zurückzuziehen. Seine Stärke liegt in der Gegenpressing, wo er im letzten Drittel des Feldes häufig den Ball zurückerobert.
Ob Anthony Gordon tatsächlich das Geld wert ist, das der FC Barcelona für ihn investiert hat, wird die Saison zeigen. Seine Vielseitigkeit und sein schneller Antritt könnten dem katalanischen Team neue Impulse verleihen, doch er muss sich erst in das komplexe Spielsystem des FC Barcelona integrieren. Die Erwartungen sind hoch, der Druck ist enorm.
